Studentinnen im Gespräch

Sophia Schmidt ist in der Endauswahl des Nachwuchswettbewerbes „Conceptual Living 2018/19“

23.05.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FAB
„Smart-Village“ bietet eine minimalistische Wohnanlage für flexibles, temporäres und zukunftsorientiertes Wohnen

Der Wettbewerb des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e.V. wird erstmalig ausgelobt. Im Nachwuchswettbewerb „Conceptual Living 2018.19“ konnte sich die Architekturstudentin Sophia Schmidt, betreut von Professorin Dorothea Voitländer und Professor Martin Naumann, für die Endrunde qualifizieren.

Zur Herausforderung: „Der studentische Ideenwettbewerb“, so der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V., „sucht Lösungsvorschläge und visionäre Konzepte für experimentellen Wohnungsbau innerhalb eines Planungsgebiets in Köln-Stammheim am Rheinufer. Die Lage in direkter Nähe zum Fluss bietet die Chance, den Ort neu zu interpretieren und eine Lösung zu finden, die den Anforderungen an ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Wohnquartier gerecht wird. Die Lösungsvorschläge für das Gebiet in Köln-Stammheim sollen dabei aufzeigen, welche Funktionen aus der Wohnung ausgelagert werden können und in welchem räumlichen Zusammenhang sie angeordnet werden. Die Grundsätze der Begriffe des Conceptual und Collaborative Livings, geprägt durch das Zukunftsinstitut, sollen bei den Lösungsvorschlägen Anwendung finden.“

Die Hochschul-Absolventin Sophia Schmidt stellte ihr Konzept „Smart Village“ vor, eine Wohnanlage, in der flexibles, temporäres, visionäres Wohnen möglich wird. Geprägt vom Gedanken des Minimalismus, beschränken sich die „Wohnzellen“ auf eine Grundausstattung. Über eine dazugehörige App lassen sich Raumklima, Kunstlicht und Blendschutz in der Wohneinheit individuell regulieren, separate Bereiche wie Arbeiten oder Kochen hinzubuchen, ebenso wie ein vertragliches „Wohnen auf Zeit“ oder auf längerfristiger Basis. Hinzu kommen frei verfügbare Gemeinschafts- und Aufenthaltsflächen drinnen wie draußen, die Form des Gebäudes soll den Bewohnern eine „Sichtbeziehung zum Rhein“ ermöglichen.

„Das Mobilitätskonzept“, so Schmidt weiter, „sieht eine angelegte Fläche für Carsharing vor, zudem gibt es für jeden Wohnkomplex eigene Ladestationen für E-Bikes und E-Roller, die sich direkt vor den Eingangsbereichen der Wohnanlagen befinden und teils überdacht sind. Der Bereich für Autos ist bewusst klein gehalten, da der Autoverkehr reduziert werden und auf alternative und umweltfreundlichere Verkehrsmittel zurückgegriffen werden soll wie z.B. Bus, Bahn und Fahrrad.“

Die endgültige Preisverleihung wird im September stattfinden in Nürnberg. Die Absolventen der besten Arbeiten und jeweils einer der betreuenden Lehrenden werden zur feierlichen Preisverleihung eingeladen.

Weitere Informationen unter Conceptual Living