Der Rundbau - Erkennungsmerkmal des Campus 1 am FHWS Standort in Schweinfurt

Staatssekretärin Dorothee Bär: Digitalisierung hat alle Bereiche des Lebens durchdrungen

Ausgezeichnet wurden sieben FHWS-Absolventen für ihre hervorragenden Studienabschlussarbeiten

Sieben Absolventen der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt wurden in feierlichem Rahmen von der Hans-Wilhelm-Renkhoff-Stiftung sowie der Gesellschaft der Förderer und Freunde der Hochschule Würzburg-Schweinfurt e.V. für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Die Dipl.-Betriebswirtin (FH) Angelique Renkhoff-Mücke, Vorsitzende des Stiftungsrates sowie der Fördergesellschaft, bekräftigte in ihrer Begrüßung, dass nicht nur die Stadt Schweinfurt und die Hochschule einander lange Wegbegleiter seien, sondern als dritter Partner und Win-Win-Winler die heimische Wirtschaft von den Kooperationen profitiere. Sie habe gern das Erbe ihres Vaters angetreten, der mit seiner Renkhoff-Stiftung seit 18 Jahren erfolgreiche Hochschulabsolventen ehre und den Erfolgsfaktor Wissenschaft – Wirtschaft nicht nur für klein- und mittelständische Unternehmen, sondern auch für große Firmen gestärkt habe.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé rief dazu auf, bei aller aktuellen Herausforderung durch die Flüchtlinge die Ausbildung der Ingenieure nicht aus den Augen zu verlieren, die Existenzquelle nicht nur der Region Schweinfurt, sondern bundesweit seien. Er baue darauf, dass sich die Absolventen in der Gesellschaft engagierten – das Land eröffne ihnen im Gegenzug Chancen innerhalb eines friedlichen Wohlstandslandes mit hohen schulischen Angeboten. Schweinfurt trage seinen Teil hierzu bei – zu nennen seien u.a. die Ansiedlung einer internationalen Privatschule in der früheren Highschool durch eine internationale Privatschule, das Angebot bezahlbarer Häuser der ehemaligen York Village im Herbst oder die Schaffung eines Campus in den ehemaligen Ledward Barracs mit Bildungs- und Wohneinheiten unter dem Motto www - Wohnen, Wissen, Wirtschaft.

Die Staatssekretärin Dorothee Bär, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ging in ihrer Festansprache ein auf die Digitalisierung. Diese habe mittlerweile alle Bereiche des Lebens durchdrungen und stelle alle Bereiche auf den Kopf. So unter ihnen auch die Logistik: Deutschland sei als Weltmeister auf diesem Gebiet angehalten, in diesem sich schnell verändernden Bereich mitzumachen und ihn nicht anderen zu überlassen. Das Konsumverhalten verändere sich und ließe sich nicht zurückdrehen. Die Digitalisierung finde nicht nur in großen Städten statt, sondern auch in ländlichen Regionen. So haben neue Verfahren und Möglichkeiten die Landwirtschaft verändert beispielsweise mit dem Einsatz von Multicoptern, die dadurch mehr Ernten und höhere Erträge erzielen könnten bei gleichzeitiger Wahrung des Umweltschutzes.

Auch im Bereich der Medizin ermöglichten Neuerungen eine Autonomie älterer Menschen, die auf Basis z.B. von Telemedizin weiterhin zuhause verbleiben könnten. Zum Stichwort automatisiertes Fahren, das nur 40 Prozent der Menschen in Deutschland befürworteten, wies sie darauf hin, dass 95 Prozent aller Unfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen seien und nur ein Prozent auf technisches Versagen.

Anschließend würdigten Angelique Renkhoff-Mücke und FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner folgende Absolventen im Namen der Hans-Wilhelm Renkhoff Stiftung: der Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Alexander Gutknecht für seine Arbeit „Strategischer Ausbau und Weiterentwicklung der SchmitterGroup AG im Bereich der zentralen Lieferantenentwicklung und des Lieferantenmanagements“; die Diplom-Wirtschaftsingenieurin (FH) Katharina Schwab für ihre Arbeit „Auswahl von Methoden zur Analyse und Bewertung von Technologietrends im Fokus eines Unternehmens der Automobilzuliefererindustrie, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen“; der Diplom-Ingenieur (FH) Martin Büchs für seine Arbeit „Entwicklung und Implementierung eines Produktionsdatenerfassungssystems bei einem deutschen Unternehmen in China“; der Diplom-Ingenieur (FH) Andreas Gloos für seine Arbeit „Entwicklung neuartiger Zungenorgelpfeifenkonstruktionen“; der Diplom-Ingenieur (FH) Philipp Götz für seine Arbeit „Konzeptionierung und Entwicklung einer spurgetreuen Nachlauflenkung für gezogene landwirtschaftliche Anbaugeräte“ sowie der Bachelor of Engineering Andreas Schroetel für seine Arbeit „Erfassung der logistischen Aufwendungen für den Warenverkehr der europäischen Werke sowie das Aufzeigen von Optimierungspotential hierzu“.

Die Gesellschaft der Förderer und Freunde der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt e.V. zeichnete die Masterabsolventin Johanna Hartl aus für ihre Arbeit „Aktiver Umgang mit der Asylbewerbersituation in der Gemeinde Thüngen (Landkreis Main-Spessart)“.

In seiner Danksagung sprach Präsident Dr. Grebner darüber, dass der Mensch bei allem Fortschritt nicht ersetzbar sei – es werde weiterhin Menschen und Maschinen geben mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Einsatz- und Aktionsgebiet.