Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

Studieninfotag „Faszination Technik“ an der FHWS: „Widmet Eurem Berufswunsch mehr Zeit!“

Schüler aus Gymnasien, FOS, BOS sowie Realschulen erhielten Einblicke in technische Berufe und Studiengänge

Der Bayerische Unternehmensverband Metall und Elektro, die Hochschule Würzburg-Schweinfurt sowie die Agentur für Arbeit luden rund 350 Schüler aus Gymnasien, Fach- und Berufsoberschulen sowie aus Realschulen an die FHWS zur Veranstaltung „Faszination Technik“ ein. Der Bedarf an Ingenieuren in den Unternehmen ist hoch - bis 2020 werden in Bayern 200.000 Fachkräfte fehlen, darunter 40.000 Akademiker, so Michael Bischof, Geschäftsführer der bayme vbm Geschäftsstelle Unterfranken.

Vier junge Ingenieure stellten, moderiert von der Medienmanagement-Studentin Julia Hahn, in Vorträgen ihren Werdegang und ihre Motivation, ein technisches Studium aufzunehmen und anschließend ins Berufsleben einzusteigen, vor: Patrick Hartmann studierte Wirtschaftsingenieurwesen, ehe er ins Unternehmen Koenig & Bauer eintrat; Michael Krug absolvierte ein Duales Studium der Elektrotechnik vor seinem Start bei Brose; Daniel Endrich begeisterte sich für ein Maschinenbau-Studium, ehe er im Unternehmen Bosch Rexroth AG seine Berufstätigkeit aufnahm und Benedikt Größler entschied sich für ein Studium der Kunststofftechnik und startete anschließend im Unternehmen Warema.

Neben Informationen zu verschiedenen Studienmöglichkeiten, Auslandsaufenthalten und Vorkenntnissen konnten die Schüler weitere Fragen an die jungen Hochschulabsolventen stellen. Anschließend interviewte die Moderatorin Julia Hahn die ehemalige Ingenieurinformatik-Studentin und jetzige Professorin an der FHWS, Dr. Bettina Brandenstein-Köth, sowie die Maschinenbau-Studentin Lisa Wächter zum Thema „Frau und Technik - welche Herausforderungen und Chancen hat man als Frau in einem eher von Männern dominierten Umfeld?“ Dr. Brandenstein-Köth hatte an der FHWS in Schweinfurt Ingenieurinformatik (heute Mechatronik) studiert, anschließend in vier Jahren in technischer Physik promoviert, vier weitere Jahre in der Industrie gearbeitet, ehe sie – nun als Professorin – an ihre Hochschule zurückkehrte. Lisa Wächter hatte vor ihrem Studium eine Klosterschule besucht und den Hauswirtschaftszweig gewählt, ehe sie sich völlig umorientierte und nun an der Hochschule in Schweinfurt zur Naturwissenschaft fand und sich für Rennautos interessiert.

Frauen, so Dr. Brandenstein-Köth, befänden sich auf der Überholspur, zudem seien Unternehmen aufgerufen, auf Frauen zuzugehen. Richard Paul, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Würzburg, rief die anwesenden Schülerinnen und Schüler auf, ihrem Berufswunsch mehr Zeit zu widmen.