Studierende vor dem Haupteingang der FHWS in Schweinfurt

Studierende der Sozialen Arbeit an der FHWS besuchten den Deutschen Fürsorgetag in Leipzig

Das diesjährige Motto der Tagung „Teilhaben und Teil sein“ stand unter dem Zeichen der Inklusion

Der Deutsche Fürsorgetag 2015 in Leipzig stand im Zentrum einer Exkursion von Studierenden der Sozialen Arbeit im Vertiefungsbereich Soziale Arbeit und Behinderung an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Der Deutsche Fürsorgetag wird vom Deutschen Verein veranstaltet, einem maßgeblichen „think tank“ (Denkfabrik) der deutschen Sozialpolitik, dessen über 2.000 Mitglieder sich vor allem aus Kommunen und ihren Verbänden, der Freien Wohlfahrtspflege und anderen Organisationen rekrutieren und der alle drei Jahre in jeweils einer anderen Stadt in Deutschland stattfindet.

Der diesjährige Fürsorgetag stand mit dem Motto „Teilhaben und Teil sein“ unter dem Zeichen von Inklusion: Die Symposien, Workshops und Fachvorträge beschäftigten sich u.a. mit Themen wie dem Spannungsfeld zwischen öffentlicher und privater Verantwortung, Zuwanderung, der Dezentralisierung von Großeinrichtungen der Behindertenhilfe. Den Höhepunkt bildete die Rede der deutschen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die in ihrem Grundsatzreferat einen Umriss der aktuellen Herausforderungen der Sozialpolitik gab.

Die Studierenden haben in diesem Rahmen optimale Möglichkeiten, um sich umfassend und fundiert zu informieren und Kontakte zu knüpfen und z.B. einen Einblick in Trainings für Rollstuhlfahrer zu erhalten. Darüber hinaus wurde das Würzburger Team mit Professor Dr. Dieter Kulke eingeladen zu einem Stadtrundgang der Lebenshilfe Leipzig mit zwei Klienten, bei der ein inklusiver Stadtführer und ein inklusiver Kulturführer vorgestellt wurden. Beide wurden von Menschen mit Lernschwierigkeiten erarbeitet und sind in einfach verständlicher Sprache abgefasst. Das Projekt, aus dem die Führer entstanden, wurde von Dr. Anne Goldbach von der Universität Leipzig vorgestellt. Diese Vorlage nahmen die Studierenden als Anregung für ihre Inklusionsprojekte in Kooperation mit der Lebenshilfe Donau-Ries e.V. in Nördlingen auf.