Zwei Studierende im Gespräch

Studierende des Masterstudiengangs Fachübersetzen auf Exkursion in Brüssel

Auf dem Programm standen u.a. die Generaldirektion Übersetzen der EU und die Universität von Louvain-la-Neuve

Elf Studierende des Master-Studiengangs „Fachübersetzen und mehrsprachige Kommunikation“ der Hochschule Würzburg-Schweinfurt gingen mit ihren Professoren Dr. Graeme Dunphy und Dr. Maike Hansen fünf Tage lang auf Exkursion nach Brüssel.

Höhepunkt der von Professor Dr. Dunphy organisierten Reise war der ganztägige Besuch der Generaldirektion Übersetzen der Europäischen Kommission (DGT). Dieser weltgrößte Sprachendienst beschäftigt rund 1.600 Übersetzer, Terminologen usw., hinzu kommen die Freiberufler, die fast dreißig Prozent des anfallenden Übersetzungsvolumens bearbeiten. Fünf verschiedene Referenten berichteten aus ihren Aufgabengebieten, standen den Studierenden für Gespräche zur Verfügung, führten durch das Haus und gaben Hinweise für Praktika, Festanstellung und Tätigkeit als Freelancer.

Ein Besuch des EU-Parlaments ergänzte die gewonnenen Einblicke. Zur Vorbereitung hielt Professor Dunphy ein kurzes Seminar mit den Studierenden ab.

Die Studenten und ihre Professoren besuchten außerdem die Universität von Louvain-la-Neuve, an der ca. 110 Studierende zu Übersetzern und ca. 15 zu Dolmetschern ausgebildet werden. Die Würzburger führten Gespräche mit Studierenden und Dozenten und besuchten eine Lehrveranstaltung. Die Stadt Louvain-la-Neuve ist eine Neugründung aus den 1970er Jahren in Folge des flämisch-wallonischen Konflikts, eine Campus-Stadt mit fast 30.000 Studierenden auf ca. 10.000 nicht studierende Einwohner, eine Fußgängerstadt mitten im Grünen des "plat pays", wie Jacques Brel sein Belgien besang.

Belgien ist die Heimat von Tim und Struppi, Lucky Luke, den Schlümpfen, den Marsipulamis und vielen anderen Comichelden mehr: Und da an der FHWS vereinzelt auch Fach-Comics übersetzt werden, stand eine maßgeschneiderte Führung zum Thema „Comic-Übersetzen“ durch das Comicmuseum "Maison de la Bande Dessinée" auf dem Programm. Berühmt ist Belgien ferner für seine Schokolade. Da die Studierenden Technikübersetzer werden, lag es nahe, sich beispielweise eine Conchier-Maschine zur Schokoladenherstellung einmal aus der Nähe anzusehen im Rahmen einer fremdsprachigen Führung durch eine Schokoladenmanufaktur mit kleiner Dégustation (Verkostung).