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Türkische Schulen, an denen Deutsch einen hohen Stellenwert hat, interessieren sich für die FHWS

Studierende aus der Türkei werden in englisch- und deutschsprachigen Studiengängen für den Markt ausgebildet

Im September trafen sich am Goethe-Institut in Ankara 18 Paschschulen zur jährlichen Konferenz (“Pasch“ steht für die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“, an deren 1.800 beteiligte Schulen Deutsch einen hohen Stellenwert hat).

Şenol Arslan vom International Office der Hochschule Würzburg-Schweinfurt gab als einziger Gastredner den Lehrern und Rektoren einen Einblick über das Studieren in Deutschland, in Bayern und an der FHWS. Diese zeigten sich vom Angebot der FHWS beeindruckt. Die Projektleiterin des Goethe-Institutes, Zarife Soylucicek, wird die FHWS mit zehn Schülern im November besuchen und sich vor Ort ein Bild machen.

Ausschnitte aus dem Interview in Ankara:

• Wie viele Studenten aus der Türkei studieren an Ihrer Universität, und welche Fächer werden bevorzugt?

Im Jahr 2014 ist das i-Campus Projekt gestartet, seitdem wächst die Zahl der türkischen Studenten kontinuierlich an. 2014 starteten acht türkische Studenten in den englischsprachigen Bachelorprogrammen, im Jahr 2015 stieg diese Zahl auf 19 Studenten, im Jahr 2016 auf 25. Die meisten sind im Fach Business and Engineering eingeschrieben. Daneben gibt es einige Studenten, die direkt an deutschen Bachelorprogrammen teilnehmen – in Maschinenbau acht und in Informatik fünf. Daneben werden sehr spezielle Bachelorprogramme nachgefragt, wie E-Commerce oder Geovisualisierung. Diese Zahlen beziehen sich auf Studenten, die in der Türkei angeworben wurden; daneben gibt es mehr als 250 Studenten (Bildungsinländer) mit türkischem Hintergrund, die an der FHWS studieren.

• Welche Voraussetzungen müssen türkische Studierende für ein Studium in Deutschland mitbringen?

Das größte Augenmerk liegt auf der deutschen Sprache. Die meisten Universitäten verlangen ein Deutsch auf dem Niveau B2/C1. Da das Studium in Deutschland staatlich finanziert ist, sind die Kosten eines Studiums in Deutschland keine große Barriere für türkische Familien.

• Was sind Ihrer Meinung nach die ausschlaggebenden Faktoren, die für ein Studium an der FHWS sprechen? Die akademische Ausbildung (Bachelor oder Master) der FHWS ist eng verzahnt mit der Wirtschaft und der Forschungslandschaft. Aufgrund dieser Tatsache erwachsen Absolventen ausgezeichnete Berufs- und Karrierechancen und ein dauerhaftes Bleiberecht. Wer sich in Deutschland zum Ingenieur ausbilden lässt, erlangt Qualifikationen, mit denen man sich an die Spitzenpositionen der weltweit führenden Marken setzt.

• Wie schätzen Sie die Berufsperspektiven für türkische Hochschul-Absolventen in Deutschland ein?

In der Türkei haben allein im Jahr 2016 mehr als 6.000 deutsche Firmen einen Auslandssitz. Die Türkei zählt zu einem der wichtigsten Handelspartner für Deutschland. In Wirtschaft und Politik werden mehr und mehr Absolventen mit internationaler und interkultureller Kompetenz nachgefragt. Hierfür werden sie in Deutschland bestmöglich vorbereitet.