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Vortrag zum Thema „Compliance und Datenschutz – die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung“

11.12.2017 | Pressemeldung
Veranstaltung der IHK Würzburg-Schweinfurt und der Hochschule Würzburg-Schweinfurt im Rahmen des Welt-Antikorruptionstages

Rund sechzig Unternehmer und Führungskräfte aus Unterfranken besuchten die jährlich um den Welt-Antikorruptionstag stattfindende Compliance-Veranstaltung der IHK Würzburg-Schweinfurt in der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) mit dem Titel „Compliance und Datenschutz – die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung“. Als Referenten standen Professorin Dr. Angelika Kreitel und Uwe Dolata vom Masterstudiengang Compliance und Datenschutz sowie Ulli Hantke, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren, und Simone Gastl, Referentin Recht und Steuern der IHK Würzburg-Schweinfurt, auf dem Programm.

Ulli Hantke, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren, eröffnete die diesjährige Veranstaltung, mit der die Teilnehmer zum Thema Compliance und Datenschutz informiert wurden. Zu Beginn ihres Vortrages erläuterte die Referentin der Veranstaltung, Professorin Dr. Angelika Kreitel, die Hintergründe der neuen Verordnung: „Die bayerische Datenschutzaufsicht schläft nicht und ist für den 25.05.2018 vorbereitet“, so die Wirtschaftsinformatikerin. Wer sich also zurücklehne und die Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung auf die lange Bank schiebe, der tue sich selbst keinen Gefallen. Geschäftsführer und Vorstände seien in erster Linie verantwortlich für die im Unternehmen auflaufenden Daten und sollten daher feste Regeln aufstellen, wie Mitarbeiter mit den Daten umgehen sollten.

Als Fahrplan schlug Dr. Kreitel den Unternehmern vor, anfallende Daten zunächst zu klassifizieren und hiernach zu definieren, welches Schutzniveau für welche Datengruppe notwendig sei. Gleichzeitig sollten Unternehmer alle softwareunterstützten Prozesse in einem Verzeichnis niederschreiben und auf den Prüfstand stellen. Als notwendigen Teil des Risikomanagements im Unternehmen thematisierte Dr. Kreitel außerdem die Datenschutz-Folgeabschätzung, in der Risiken und Maßnahmen festgeschrieben werden müssten.

Neben den prozessualen Abläufen seien Unternehmer aufgefordert, die von ihnen verwendeten Vorlagen an die neue Rechtslage anzupassen. Zu nennen sei hier die Einwilligung in die Speicherung und Verwendung von personenbezogenen Daten sowie die Auftragsdatenvereinbarung und die Erklärung von Arbeitnehmern zum Datengeheimnis.

Uwe Dolata, Compliance-Dozent an der FHWS, veranschaulichte das Thema mit Beispielen zu Compliance und Korruption. Er empfahl den anwesenden Unternehmern, in ihrem Unternehmen feste Regelungen zu treffen, wie mit Geschenken nicht nur am Nikolaustag umzugehen sei. Diese verschafften den Mitarbeitern einen sicheren Handlungsrahmen und beseitigten Unsicherheiten und Fehlerquellen, so Dolata. Er warb in diesem Zusammenhang bei den Anwesenden für die Schaffung eines Compliance-Management-Systems.

Die FHWS bietet einen Masterstudiengang (MBA) Compliance und Datenschutz an, der berufsbegleitend zu diesem aktuellen Thema weiterbildet und spezialisiert. Weitere Informationen zum Masterstudiengang sowie zu möglichen Kooperationen unter Compliance und Datenschutz