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Wirtschaftswissenschaften feiern 30 Jahre Erasmus und geben Outgoern Tipps für Auslandsaufenthalte

21.06.2017 | Pressemeldung, FWiWi
Austausch mit Studierenden, Professoren sowie Mitarbeitern im Biergarten in Anknüpfung an das frühere „Sanderbräu“

Das Bachelor International Management Office der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt feierte, initiiert und gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), das 30-jährige Erasmus-Jubiläum. Gleichzeitig wurden die 103 Studierenden der Wirtschaftswissenschaften, die im Wintersemester 2017/18 im Ausland studieren, verabschiedet.

Die beiden Studentinnen Mariam Dieler und Beatriz Christofalo erläuterten die Vorteile eines Auslandsaufenthaltes: 88 Prozent der Outgoing-Studierenden geben an, ihre Soft Skills erweitert und vertieft zu haben, 83 Prozent verfügten über ein vertieftes europäisches und internationales Wissen, der Auslandsaufenthalt verbessere die Fremdsprachenkenntnisse und eröffne die Bereitschaft, sich neuen Kulturen zu öffnen. Im Anschluss zeigten sie anhand von Erfahrungsberichten wiedergekehrter Studierender die persönlichen Eindrücke und Entwicklungen auf, die diese schilderten.

Vizepräsident Professor Dr. Ralf Roßkopf wies hin auf das interdisziplinäre Engagement der Hochschule, im Bereich ihrer Internationalisierung breitgefächert neue Beziehungen aufzubauen. Er begrüße den personellen wie institutionellen Austausch. Professor Dr. Manfred Kiesel, Studiengangsleiter International Management und Erasmus-Beauftragter, zeigte sich erfreut über die innerhalb eines Jahres sehr schnell gewachsenen Zahlen der Outgoing-Studierenden. In 31 Ländern werden im Wintersemester 103 Studierende mindestens ein Semester verbringen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 145 Prozent. Er ermunterte die Studierenden, die meist im 3. Semester ins Ausland gehen, diesen Schritt zu wagen und sich, wenn der Fächerkanon beider Hochschulen gleichartig wie gleichwertig sei, sich die Leistungen anerkennen zu lassen.

Anschließend gaben die Länderbeauftragten der Fakultät – Patrizia Kujaschewski, Dr. Rainer Wehner, Cláudia Lopes Victório sowie Professor Dr. Axel Bialek, den künftigen Outgoing Studierenden Tipps mit Do`s and Don`ts für den Start in neuen Kulturkreisen u.a. mit Hinweisen auf die Seiten von just landed sowie das Lewis Modell im Zuge der interkulturellen Kommunikation und Zusammenarbeit.

Im Anschluss an den Vortragsteil trafen sich die zukünftigen mit den ehemaligen Outgoern, mit den derzeitig Incomern sowie Professoren und Mitarbeitern im „Internationalen Biergarten“. Damit wurde erstmals angeknüpft an das frühere „Sanderbräu“, dessen Gelände sich auf dem heutigen Fahrradparkplatz der FHWS in der Münzstraße 19 befand und dessen Kastanienbäume die Zeit überdauert haben. Der historische Biergarten existierte in den Jahren von 1815 bis 1919 / 1920. Die benachbarte Brauerei, auf dessen Gelände heute das WiSo-Gebäude der Hochschule steht, wurde „Sanderbräu Georg Beer & Söhne“, „Beers Brauerei“ bzw. „Brauerei Beer“ genannt. (Sanderbräu)

30 Jahre Erasmus

Die Europäische Union bietet mit ihrem Erasmus-Programm eine finanzielle Förderung von Studierenden, Auszubildenden und Lehrenden aus 33 Ländern an, die durchschnittlich 325 Euro Förderung erhalten. Im ersten Förderjahr 1987 wurden 657 deutsche Studierende gefördert, im vergangenen Jahr wurden rund 45.000 Anträge genehmigt. Das aktuelle Erasmus plus-Programm mit einer Laufzeit bis 2020 soll insgesamt vier Millionen Lehrenden wie Lernenden einen Auslandsaufenthalt ermöglichen.