Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

Wirtschaftswissenschaften-Studierende entwickelten Handlungsempfehlungen „to go“ für vier Firmen

15.01.2016 | Pressemeldung, FWI
Der Studienschwerpunkt Personalmanagement befasst sich mit den beiden Produktionsfaktoren Arbeit und Personal

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Schwerpunktes Personalmanagement stellten 43 Wirtschaftswissenschaften-Studierende ihre vier Projektergebnisse unter der Leitung von Professorin Dr.-Ing. Christine Wegerich vor. Das erste Team bearbeitete das Semesterprojekt „Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die gezielte Ansprache der definierten Zielgruppe für das Ressort Technik sowie Erweiterung der bestehenden Marketing- und Akquise-Maßnahmen“ (Würth Industrie Service GmbH & Co.KG), das zweite die „Entwicklung eines Konzepts zur strategischen Personalentwicklung für das Universitätsklinikum Würzburg“ (Universitätsklinikum Würzburg), das dritte suchte „Die Entwicklung eines innovativen Personalentwicklungskonzeptes unter dem Fokus Diversity" -(VisionAktion), und das vierte beschäftigte sich mit der „Erarbeitung eines Konzepts für die erfahrenen Mitarbeiter der Novartis Pharma GmbH am Standort Nürnberg“ (Novartis).

Ziel des Studienschwerpunkts Personalmanagements unter Leitung von Professorin Dr. Christine Wegerich ist es, den Studierenden eine fachbezogene, breitgefächerte Handlungsfähigkeit durch ein projektorientiertes Lernen zu vermitteln. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Herausforderungen aus der Wirtschaft und bearbeiten diese. Abschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse, zeigen Punkte auf, die Herausforderungen darstellen im Team als „Lessons Learned“ (gewonnene Erkenntnisse) und geben den Projektpartnern Handlungsempfehlungen. Im Anschluss haben die Kooperationsunternehmen und interessierte Gäste die Möglichkeit zu einem informellen Austausch an den Informationsständen des „Marktplatzes“, an dem an Infowänden die Ergebnisse übersichtlich erläutert und parallel auch in einem Projekthandbuch sowie auf einer CD den Partnern überreicht werden. Interessierte Unternehmensvertreter sind eingeladen, sich an die Professorin zu wenden.

Ein Team mit zehn Mitgliedern entwickelte einen „Leitfaden zur strategischen Personalentwicklung“ für das Universitätsklinikum Würzburg: Im Anschluss an die Team- und Themavorstellung erläuterten sie das Ziel – die Personalentwicklung aller Mitarbeiter im Unternehmen mit besonderem Fokus auf die Sicherung von Schlüsselpositionen auf Basis eines Prozesses mit sieben Schritten. In Kooperation mit zwei Mitarbeitern des Klinikums übergaben sie ihre Broschüre mit Handlungsempfehlungen für die Bereiche Unternehmens-, Abteilungs- und Mitarbeiterziele, die Realisierung, Evaluation, Budgetierung sowie die Transfersicherung.

Ein weiteres Team mit neun Mitgliedern entwickelte ein innovatives Personalentwicklungskonzept für das Gründungprojekt „40feet – Xplore your world“ des Hamburger Instituts für Personal und Managementtraining der VisionAktion GmbH. Ziel war es, Behinderte, Langzeit-Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund sowie ältere Mitarbeiter in die Personalplanungen zu integrieren. Das studentische Team schlug u.a. ein Patensystem, Schulungen in Blinden- und Gebärdensprache für Mitarbeiter ohne Behinderung und Diversity Audits.

Das vierte Team mit zehn Mitgliedern beschäftigte sich mit älteren Mitarbeitern in der letzten Phase ihrer Berufstätigkeit im Unternehmen Novartis. Die so genannte Generation X mit einem Alter von 35 bis 49 Jahren bilden die Hälfte der Belegschaft, die so genannten Baby Boomer im Alter von 50 bis 68 Jahren machen 33 Prozent des Personals aus. Für diese beiden Altersgruppen vor allem entwickelten die Studierenden in den Bereichen des Wissensmanagements, der Motivation und des Engagements sowie in der Vorbereitung auf den Ruhestand Konzepte im Baukasten-System für die Personalabteilung. Auf Basis der Lebenszyklus-orientierten Personalentwicklung könnte im Intranet eine neue Rubrik „Ruhestandsvorbereitung“ integriert werden mit den drei Aspekten Gesundheitsmanagement, Freizeitgestaltung sowie Ängste und Befürchtungen. Die Module des Maßnahmen-Baukastens kann individuell stellen-, personen- sowie situationsabhängig realisiert werden.