Die Stiftungsprofessur am Bad Neustädter FHWS-Institut TTZ-EMO kann fortgeführt werden

17.03.2017 | Pressemeldung
Technologietransfer und Vernetzung mit Unternehmen in der Region mit 35 Mitarbeitern, unter ihnen acht Doktoranden

Die Stiftungsprofessur am Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ-EMO), das am 1. Januar 2012 in Bad Neustadt gegründet wurde, kann fortgeführt werden. Nach einer ersten Aufbaufinanzierung des Technologietransferzentrums in den Jahren 2012 bis 2016 mit einer Summe von 4,5 Millionen Euro erhält das TTZ-EMO nun eine jährliche Finanzierung durch das bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst von 800.000 Euro. Der Stifterverband (in zweiter Periode mit M-E-NES e.V., der Preh GmbH, der Jopp Gruppe, der Sparkasse Bad Neustadt, der VR-Bank Rhön-Grabfeld, der Stadt Bad Neustadt, dem Landkreis Rhön-Grabfeld, der Steinbach-Gruppe, dem Überlandwerk Rhön sowie der IDW Rhön) ermöglicht mit dem Jahresetat von 121.000 Euro eine fünfjährige Weiterführung der Stiftungsprofessur, die weiterhin mit Professor Dr.-Ing. Ansgar Ackva besetzt wird.

FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner bedankte sich bei den Stiftern und erläuterte, dass sowohl die Höhe der Grundfinanzierung des In-Institutes, als auch die Kombination einer Stiftungs- mit einer für die FHWS erstmalig eingerichteten Forschungsprofessur außergewöhnlich seien. Während Universitäten bereits seit ihrer Gründung vor vierhundert Jahren mit Forschung beauftragt wurden, hätten die Hochschule für angewandte Wissenschaften diesen staatlichen Auftrag erst im Jahr 2006 erhalten. Im Vorfeld habe es keine staatlichen Mittel für Forschung gegeben, nur eine geringfügige Entlastung der Professoren in der Lehre. Nun seien die HAWs in Bayern im Forschungssegment durch eine annähernde Verdopplung der Forschungsstunden aufgewertet worden. Das TTZ-EMO habe mit der Grundfinanzierung zudem die Möglichkeit bekommen, einige Mitarbeiter auch unbefristet anzustellen, wenn dies auch noch keinen „akademischen Mittelbau“ ausmache.

TTZ-EMO - Hintergrund-Information

Aktuell forschen am TTZ-EMO 35 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, darüber hinaus Studierende als studentische Hilfskräfte im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten. Acht Doktoranden sind am Institut beschäftigt im Rahmen von kooperativen Promotionen mit der TU Ilmenau, der TU Berlin, der FAU Erlangen sowie der TU Barcelona.

Forschungsvorhaben werden hochschulübergreifend auch in den Laboren und Instituten in Schweinfurt bearbeitet. Die genannten Forschungs- und Entwicklungsaufgaben finden in enger Kooperation mit örtlichen, regionalen und überregionalen Partnern statt und schaffen Wissens- und Technologietransfer in beide Richtungen. Das TTZ-EMO konnte seit seinem Bestehen bereits acht Millionen Euro an Drittmitteln einwerben. Zudem haben vier Hochschulen im nordbayerischen Raum (Aschaffenburg, Coburg, Nürnberg, Würzburg-Schweinfurt) 2013 das „Wissenschaftliche Kolloquium Elektrische Energietechnik und Elektromobilität“, kurz „WiKE³“ gegründet.

Weitere Informationen unter TTZ-EMO