Zwei Studierende im Gespräch

Das Melbourne-Würzburg-Dementia Songwritingteam traf sich zur Projektarbeit an der Uni Melbourne

14.09.2017 | Pressemeldung, FAS
Therapeutischer Einsatz von alten und neuen Melodien, um Lebensqualität und Verhalten Erkrankter zu optimieren

Der Leiter des Masterstudiengangs „Musiktherapie für Menschen mit Behinderung und Demenz“, Professor Dr. Thomas Wosch, und Jasmin Eickholt von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt hielten sich zwei Wochen beim Forschungspartner Universität Melbourne auf: Viele Aktivitäten und Ergebnisse wurden erreicht. Die Kollegen der Universität Melbourne haben erste Untersuchungen zu Therapeutischem Songwriting mit Menschen mit Demenz sowie mit deren pflegenden Angehörigen durchgeführt.

Die Universität Melbourne ist weltweit führend in der Forschung und Entwicklung dieses therapeutischen Angebots. Songwriting bedeutet, dass individuelle Themen in neuen Texten sowohl auf bereits bekannte Songmelodien, als auch zu neu geschriebenen Songmelodien therapeutisch verarbeitet werden. Innerhalb von untersuchenden (explorativen) Interviews wurden in einem ersten Schritt die Effekte dieser Intervention auf Lebensqualität (Selbständigkeit und Wohlbefinden), Beziehung zwischen Demenzbetroffenen und pflegenden Angehörigen sowie bei den Menschen mit Demenz psychische und Verhaltenssymptome untersucht. Die ersten Ergebnisse dieser Untersuchung wurden für die Planung der parallel geführten Studie in Würzburg in 2018 diskutiert und weiterentwickelt.

Diese Diskussion führte insgesamt zum weiteren Fortschritt des zweijährigen „Melbourne-Würzburg-Dementia Songwriting“ Projektes. Als nächster Schritt steht die Durchführung des deutschen Teils der Untersuchung im Frühjahr 2018 in Würzburg an.

Darüber hinaus bot die FHWS Lehrveranstaltungen im Master Musiktherapie an der Universität Melbourne an, Doktoranden der Creative Arts Therapies Research Unit wurden fachspezifisch betreut. Weitere Forschungsantragsmöglichkeiten konnten besprochen werden mit der Universität Melbourne, Einblicke in Forschungs- und Praxisprojekte für zukünftige Doktoranden (Early Career Researcher) der FHWS gegeben werden.