1. Netzwerktreffen des BayWISS Verbundkollegs Digitalisierung mit Präsentation laufender Projekte

13.11.2017 | Pressemeldung
Das Verbundkolleg ermöglicht kooperative Promotionen und eine finanzielle Unterstützung sowie Zugang zu Netzwerken und gewährleistet eine interdisziplinäre Betreuung

Nachdem die Präsidenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Geschäftsordnung des gemeinsamen BayWiSS Verbundkollegs Digitalisierung unterzeichnet hatten, folgte nun das erste Netzwerktreffen im Rahmen dieses Promotionskollegs in Würzburg.

Das Verbundkolleg stellt eine Plattform zum Austausch und zur Stärkung der hochschulübergreifenden wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung dar. Aktuelle Schwerpunkte sind Big Data / Data Analytics, Digitalisierung in industrieller Produktion und Dienstleistung, Intelligente Netze, Informationstechnik im Gesundheitswesen und in der Gesundheitsforschung, Robotik und Telematik, Sicherheit von Hard-, Software und Daten sowie Mensch-Computer-Medien. Alle Verbundkollegs sollen laut BayWISS, „die wissenschaftliche Selbständigkeit zum diskursiven Austausch und die Einbindung der Promovierenden in die Scientific Community fördern. Zu den Wahlpflichtleistungen, die die Promovierenden im Rahmen des Betreuungsverhältnisses zu erbringen haben, zählen daher unter anderem Methoden-Workshops, Forschungsaufenthalte in anderen Laboratorien, insbesondere auch im Ausland, der Erwerb zusätzlicher Kenntnisse in Kommunikationstechniken, im Wissenschaftsmanagement, Selbstmanagement und in der Personalführung.“

Als Vorteile einer Promotion im Verbundkolleg nannte die Koordinatorin Dr. Karin Streker u.a. die lokale Integration der Promovierenden in Graduiertenzentren, die Möglichkeit der Teilnahme an Symposien und Workshops, die Einbindung in die internationale Forschungslandschaft. Die Arbeiten, so Streker weiter, werden betreut, Weiterbildungsoptionen stehen den jungen Wissenschaftlern offen. Darüber hinaus erhalten die Promovenden eine finanzielle, einkommensunabhängige Unterstützung in Form von 250 Euro im Monat. Auf Antrag könnten auch größere, promotionsrelevante Anschaffungen von den Vebundkollegs übernommen werden.

Nach Vorstellung der aktuellen Stands der Digitalisierung und Promotionsprojekte sowie digitale Kooperationen durch die Direktoren des Verbundkollegs, Professor Andreas Nüchter aus Würzburg sowie Professor Wolfgang Mauerer aus Regensburg, nutzten die Teilnehmer anschließend die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Posterausstellung über laufende Projekte zu informieren sowie Promovenden und Professoren kennenzulernen und sich auszutauschen. So stellte u.a. der FHWS-Doktorand Andreas Schütz von der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik, der ab dem 1. Dezember in das Verbundkolleg aufgenommen werden wird, seine Präsentation zum Thema „Effiziente und zielgerichtete Sensibilisierung der Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen für Informationssicherheit“ aus. Diese Arbeit wird betreut von Professorin Dr. Kristin Weber (FHWS) sowie von Professor Dr. Felix Freiling von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Als zweite Doktorandin der FHWS wird Maria Chizhowa mit ihrem Promotionsthema „Modellbasierte geometrische 3D – Rekonstruktion von Bauwerken aus Punktwolken unter Nutzung von statistischem Nachbarschaftswissen“ Mitglied des Verbundkollegs. Ihre Promotionsarbeit wird von Professor Dr.-Ing. Ansgar Brunn (FHWS) und Professor Dr. Uwe Stilla von der Technischen Universität München betreut. An der Hochschule Würzburg-Schweinfurt promovieren insgesamt aktuell ca. 25 Studierende in Kooperation mit Universitäten.

Zum Hintergrund:

In Bayern gibt es aktuell sechs Promotionskollegs unter Trägerschaft verschiedener Universitäten und Hochschulen zu folgenden Schwerpunkten der Hochschulforschung: Energie, Gesundheit, Mobilität und Verkehr, Ressourceneffizienz und Werkstoffe, sozialer Wandel und Digitalisierung. Die Kollegs sind unter dem Dach des bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) organisiert und werden durch das bayerische Wissenschaftsministerium gefördert. Sie etablieren das Modell der Verbundpromotion als Weiterentwicklung der kooperativen Promotion in strukturierter, transparenter und paritätischer Form. BayWISS wird als gemeinsame Einrichtung von dreißig bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften Verbundpromotionsprojekte anregen und verstärken. Die Universitäten üben dabei weiterhin das Promotionsrecht aus. Gleichzeitig wird die Durchlässigkeit verschiedener wissenschaftlicher Karrierewege gefördert.

Mehr Informationen unter BayWISS.