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1. Wuerzburg Web Week: “Top Rankings bei Google”

08.03.2018 | Pressemeldung, FIW
FHWS-Professor Dr. Mario Fischer referierte zum Thema „Die Einflussmöglichkeiten und ihre Entwicklungen“

Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, reicht es heutzutage nicht mehr, auf dem Marktplatz auf einem Podest mit lauter Stimme und auffälliger Kleidung das potentielle Publikum zu erreichen. Täglich werden, so Professor Dr. Mario Fischer in seinem Vortrag „Top Rankings bei Google - Die Einflussmöglichkeiten und ihre Entwicklungen“, den er im Rahmen der 1. Wuerzburg Web Week hielt, u.a. zwei Millionen Blogbeiträge geschrieben, knapp 300 Milliarden E-Mails verschickt und 900 Tausend Stunden in Youtube hochgeladen. Hier wider die Beliebigkeit den möglichen Kunden und Interessenten Alleinstellungsmerkmale zu präsentieren, erfordere ein gewisses Maß an Kenntnissen über Mittel und Möglichkeiten der Suchmaschinen.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, zitierte Fischer den Philosophen Ludwig Wittgenstein: Die Seiten eines Unternehmens, einer Organisation oder Institution sollten so konzipiert werden, dass sie in der Sprache der Kunden / Interessenten formuliert seien – mit Laien- oder Fachbegriffen, in Ein- oder Mehrzahl, in regionalen Dialekten. Die sogenannten Keywords sollten für die Suchmaschinen getestet werden, damit die Seiten optimal gefunden und angewählt werden können.

Darüber hinaus sei u.a. zu beachten, welche Namen man den Seiten gebe, welche Informationen die sogenannten Snippets (die Texte in den Suchergebnissen) beinhalten sollten, welche Hierarchie Überschriften erhielten; die Inhalte sollten „holistisch“ (umfassend) sein. Zudem, so Fischer weiter, begrüßten es die User der Seiten, wenn ihnen Fragen beantwortet werden würden.

Die Suchmaschine sei „lernfähig“: Im Zuge des RankBrain sei die Maschine zunehmend in der Lage, Suchanfragen zu beantworten, die noch nicht gestellt worden seien: Durch die sprachlichen Verbindung von Objekten miteinander könne neues Wissen entstehen, neue Verbindungen würden präsentiert werden wie z.B. bei der Frage nach der Frau von Guido Westerwelle mit der korrekten Antwort: Michael Mronz.

Als einen weiteren gewinnenden Faktor nannte Fischer die Schnelligkeit der Zugriffe auf die Seiten, da „every second counts“: Nur so könne man gewährleisten, dass die Surfer die entsprechenden Seiten konkret anwählten und sie sie lesen statt sie nur zu überfliegen und weiterzuklicken.

Zum Hintergrund der 1. Wuerzburg Web Week:

Die Wuerzburg Web Week ist eine Dachveranstaltung, die Interessierte zusammenbringen möchte, die sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen. Hierzu zählen u.a. Unternehmen, Organisationen, Institutionen und Selbstständige sowie Netzwerke, Vereine und interessierte Bürger. Die Wuerzburg Web Week wird von der Würzburg AG organisiert und findet im Rahmen der Würzburger Wirtschaftstage statt.

Weitere Informationen zum Vortrag unter Vortrag, zur Wuerzburg Web Week