Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

2. Netzwerktreffen am Technologietransferzentrum Elektromobilität in Bad Neustadt an der Saale

10.10.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FE
Neunzig Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Dienstleistung und Politik tauschten sich vor Ort aus

Professor Dr. Ansgar Ackva und Professor Dr. Joachim Kempkes, Leiter und Stellvertreter des Technologietransferzentrums Elektromobilität (TTZ-EMO) am Standort in Bad Neustadt, luden im Namen ihrer Kollegen und aller Mitarbeiter ein zum 2. Netzwerktreffen. Das TTZ-EMO, 2012 gegründet als Institut der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und erfolgreich etabliert, fördert mit diesem Treffen der rund neunzig Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Dienstleistung und Politik den fachlichen Austausch und trägt dazu bei, die elektrische Energietechnik und Elektromobilität in der Region und darüber hinaus voranzubringen.

In seiner Begrüßung gab Ackva einen kleinen Überblick über das TTZ-EMO mit seinen Bereichen der Leistungselektronik und Batteriesysteme. Professor Dr. Abid Ali stellte die Regelungstechnik, Professor Dr. Bernhard Arndt die Energiesysteme, Professor Dr. Joachim Kempkes die elektrischen Maschinen, Professor Dr. Udo Müller die Regelungs- und Steuerungstechnik vor.

Neben den Labor-Besichtigungen präsentierten vier Arbeitsgruppen ihre Tätigkeitsfelder mit 13 Themenschwerpunkten auf Posterwänden sowie in persönlichen Gesprächen. So wurden u.a. Verfahren zur aktiven Geräuschunterdrückung in Fahrzeugen, eine Plattform für die Entwicklung von Algorithmen für Batteriesysteme oder eine Simulationsplattform für den elektrischen Hauptstromkreis in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wissenschaftlich erläutert.

Im TTZ-EMO sind aktuell fünf Professoren, 44 Mitarbeiter, unter ihnen elf Doktoranden und zwei Doktoren an den beiden Hochschulstandorten in Bad Neustadt sowie in Schweinfurt tätig. Die Finanzierung ist gewährleistet durch den Freistaat Bayern sowie durch Drittmittel, weiterhin fördern die Stadt, der Landkreis und der Stifterverbund die Ausbildung, Technologie, Forschung und industrielle Kooperationen auf hohem Niveau in, mit und für die Region sowie darüber hinaus.

Den Mitarbeitern und Hochschul-Angehörigen stehen neue, erweiterte Räumlichkeiten zur Verfügung mit voll klimatisierten Laborräumen, separaten Testräumen, einer Videoüberwachung, einem Temperatur-Alarmierungssystem, einem Kühlkreislauf für Großgeräte. Geplant sind hierin weitere Projekte, so u.a. ein Thermomanagement, bei dem Batterien mit bestmöglichen thermischen Eigenschaften bereitgestellt werden, das Laden soll beschleunigt werden, die Batterien effizienter genutzt und mit einer längeren Lebensdauer ausgestattet werden.

Das Institut unter Leitung von Professor Ackva kann auf eine fundierte wissenschaftliche Expertise mit 17 Publikationen in 2018 und zwölf Erfindungsmeldungen seit 2012 blicken. Seit seiner Gründung weist das TTZ-EMO elf Doktoranden und fünf abgeschlossene Promotionen vor. Mit den regelmäßig stattfindenden wissenschaftlichen Doktoranden-Kolloquien für elektrische Energietechnik und Elektromobilität („WiKE³“) als Kooperation der vier nordbayerischen Hochschulen FHWS, Coburg, Aschaffenburg sowie Nürnberg werden wechselnde Themenschwerpunkte fokussiert und diskutiert. Das Bad Neustädter Institut bietet darüber hinaus interessierten Studierenden der Elektrotechnik, Mechatronik, Technomathematik oder aus dem Wirtschaftsingenieurwesen ausgezeichnete Möglichkeiten, das Praxismodul sowie die Bachelor- oder Masterarbeit in den Laboren an den Standorten Bad Neustadt oder Schweinfurt durchzuführen.

Mehr Informationen unter TTZ-EMO und unter WIKE3