2. Summer School der FHWS in Jordanien: Im Fokus Migration, Flucht und Soziale Arbeit

12.10.2017 | Pressemeldung, FAS
2. Summer School des Masterstudiengangs „International Social Work with Refugees and Migrants“ in Jordanien

„Was ist die spezifische Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext von Flucht und Migration in Jordanien?“, war die zentrale Fragestellung, mit der sich 19 Studierende des Masterstudiengangs „International Social Work with Refugees and Migrants“ sowie fünf Dozierende der Hochschule Würzburg-Schweinfurt im Rahmen einer dreiwöchigen Summer-School in Jordanien im Herbst 2017 befassten. In diesem Zusammenhang sprachen die Studierenden mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis sowie ebenso mit Geflüchteten vor Ort.

Thematisch stand dabei die Analyse der Praxisfelder sowie von Entwicklungen und Herausforderungen der Profession Sozialer Arbeit in Jordanien im Zentrum des Programms. So waren der Austausch mit Sozialarbeitern und Experten internationaler und nationaler Organisationen vor Ort, ein Workshop mit Sozialarbeitern und Geflüchteten im Flüchtlingscamp Zaatari sowie eine Vielzahl an Besuchen von Einrichtungen Sozialer Arbeit in Jordanien von besonderer Bedeutung. Eingebettet waren die Praxisbezüge in mehrere Workshops und Vorlesungen an der Yarmouk-University sowie ebenso an der German-Jordanian-University, beides Kooperationspartner und Partnerhochschulen der FHWS, zum Thema Haltungen und Ansätze einer professionellen Sozialen Arbeit im Flucht- und Migrationskontext.

Nicht zuletzt konnte durch die Summer School ein wichtiger Beitrag zur akademischen Netzwerkbildung entlang der Migrationsrouten von Herkunfts-, Transit- und Zielländern geleistet werden, an der die Fakultät derzeit arbeitet. Demnach ist es das Ziel, ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Fakultäten der Sozialen Arbeit mit Fokus auf Soziale Arbeit im Kontext von Migration und Flucht zu etablieren. In diesem Zusammenhang veranstaltet die Fakultät vom 13. bis 17. November die Fachtagung „International Social Work Week“, für die noch Restplätze für Interessierte, nach Anmeldung, vergeben werden.

Sowohl von Seiten der Studierenden, als auch von Teilnehmern der Workshops an den Partnerhochschulen waren die Rückmeldungen zur Summer School durchweg sehr positiv, so die Organisatoren. Insbesondere die gewonnenen Erfahrungen einer regionsspezifischen Flüchtlingssozialarbeit sowie den Austausch mit Experten vor Ort konstatierten alle Beteiligten als vollen Erfolg. In den kommenden Semestern sollen Angebote für Summer Schools auf andere Herkunfts- und Transitländer von Flüchtlingen erweitert werden; so sind in Kooperation mit Partnerhochschulen vor Ort Aufenthalte in Griechenland und Italien sowie in Nigeria geplant. Acht Masterstudierende studieren darüber hinaus im Wintersemester 2017/2018 ein Auslandssemester an der German-Jordanian-University.

Weitere Informationen zum Masterstudiengang unter Masterstudiengang