Hochschulgebäude am Sanderring 8 a in Würzburg

Dicke Reifen allein reichen nicht: Studierende entwickelten einen Strandbuggy für Sommerurlaube

22.12.2017 | Pressemeldung, FM, FWI
Die Anforderungsliste umfasst viele Positionen und soll für junge Familien bezahlbar, für Kleinkinder bequem sein

Wenn es draußen stürmt und schneit und der Blick gen Süden gleitet, kommt im Zuge der sommerlichen Urlaubsplanung auch der hoffnungsvolle Nachwuchs zum Zuge: Viele Familien sehen sich beim Strandurlaub mit einer Vielzahl von Utensilien konfrontiert, die unbedingt mit an den Strand müssen: Strandspielsachen, Decken und Handtücher, Baby- bzw. Kindernahrung, Sonnenschirm, Wechselkleidung usw. Damit der Transport durch den tiefen Sand realisierbar bzw. komfortabler wird, die Kleinen durch hohe Bordwände sicher transportiert werden können, nahmen sich drei studentische, interdisziplinäre Teams mit angehenden Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieuren an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt vor, einen Strandbuggy zu entwickeln.

Eingangs haben die Gruppen die Anforderungen an ein solches Produkt formuliert und Ziele definiert – welche Zuladungen kommen auf das Fahrzeug zu, ist der Buggy für den Transport im Auto möglichst zusammenklappbar, welche Art des Vortriebs im Sand und auf Steigungen kann angewandt werden, ist der Strandbuggy gut lenkbar, mit welchen Herstellkosten ist zu rechnen, um nur einige zu nennen.

Aus den verschiedenen Entwürfen der einzelnen Teammitglieder wurden nach einer Bewertungsmatrix die besten Teillösungen ausgewählt und zu einer optimalen Lösung kombiniert. Die Funktion wurde anhand von Berechnungen und Tests an einzelnen Modulen abgesichert. So wurden beispielsweise Prototypen der Bollerwägen oder Teilmodulen gebaut und sie Belastungstests unterzogen, um die Berechnungsmodelle bzw. die Ergebnisse abzugleichen. Eine Gruppe konzipierte einen elektrischen Antrieb, bestehend aus Akku, Leistungssteller und Steuergerät. Mit ihm wurde die Bedienbarkeit über einen sogenannten Totmann-Schalter und einen Gasdrehgriff nachgewiesen.

Bei den Studierenden des dritten Fachsemesters, so der das Projekt betreuende Professor Dr.-Ing. Ralf Christel, fiel z.T. bereits ein sehr ingenieurmäßiges und lösungsorientiertes Vorgehen auf. Insgesamt hatten die Entwürfe eine hohe Produktreife inklusive z.B. CAD-Modellen, Stücklisten, Einzelteilzeichnungen, Kostenberechnung, Festigkeitsnachweisen usw.