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Dr.-Ing. Julian Endres und Dr. Martin Hofmann: zwei neue Doktoren am TTZ-EMO

13.03.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FE
Das TTZ-EMO der FHWS baut seine wissenschaftliche Stärke und internationale Vernetzung kontinuierlich weiter aus

Das im Jahr 2012 gegründete Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ-EMO) an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt mit seinem Hauptsitz in Bad Neustadt an der Saale und Nebenstandort Schweinfurt beschäftigt sich mit den aktuellen und zukünftigen technisch-wissenschaftlichen Fragen rund um das Thema der elektrischen Energietechnik und Elektromobilität. In fünf wissenschaftlichen Arbeitsgruppen entwickeln und erforschen etwa dreißig heranwachsende Ingenieure ihre Themen in industriellen Kooperationen mit regionalen und überregionalen Partnern bis hin zu Weltmarktführern.

Und wenn darüber hinaus der ein oder andere wissenschaftliche Mitarbeiter das „Zeug“ für eine Promotion mitbringt, sich leidenschaftlich über mehrere Jahre in ein Forschungsgebiet vertieft und am Ende seine Promotionsprüfung mit der Note „sehr gut“ abschließt, ist das, so der TTZ-EMO-Leiter Professor Dr. Ansgar Ackva, ein ganz besonders erfreuliches Ereignis. Dr.-Ing. Julian Endres hat seine wissenschaftlichen Arbeiten im TTZ-EMO bei Professor Ackva durchgeführt und wurde an der Technischen Universität Ilmenau bei Professor Jürgen Petzoldt promoviert. Er hat moderne Filtertopologien untersucht und entwickelt, die in den Energienetzen, Ladestationen und elektrischen Antrieben der Zukunft eine große Rolle spielen werden. Seine Arbeiten haben gezeigt, wie man mit neuen elektronischen Leistungsschaltern und innovativen Algorithmen den Einsatz von wertvollen Rohstoffen reduzieren kann. Dr.-Ing. Endres ist seit Sommer 2018 zudem Oberingenieur im TTZ-EMO in Bad Neustadt.

Dr. Martin Hofmann, der seine Arbeiten ebenfalls am TTZ-EMO bei Professor Ackva durchgeführt hat, anfänglich mit bidirektionalen Ladestationen, wurde am Polytechnikum Katalonien (UPC) in Barcelona bei Professor Daniel Montesinos-Miracle promoviert. Er hat mit seinen Forschungen ein neues „Betriebssystem“ für modernste Umrichter entwickelt, das ebenfalls in Elektrofahrzeugen, in Ladestationen, in der Energieversorgung und in der Industrie zum Einsatz kommen kann. Es hat gegenüber bestehenden Systemen eine höhere Robustheit und eignet sich insbesondere in entsprechend anspruchsvollen Anwendungen wie beispielsweise für zuverlässige Stromversorgungen in wenig stabilen Stromnetzen.

Insgesamt habe sich, so Ackva, die wissenschaftliche Aktivität, Qualität und Anzahl der Doktoranden am TTZ-EMO sehr erfreulich entwickelt. Vier Doktoranden haben ihre Promotion bereits sehr erfolgreich abgeschlossen und ihr Wissen mit ihrer ersten Stelle in die Industrie transportiert, weitere acht Doktoranden befinden sich in laufenden Verfahren und publizieren ihre Ergebnisse auf nationalen und internationalen Tagungen. Und weil die FHWS als ehemalige Fachhochschule kein Promotionsrecht besitzt, kooperieren die Forscher am TTZ-EMO mit den jeweils fachlich passenden Universitäten und deren Professoren, aktuell mit der TU Ilmenau, TU Berlin, FAU Erlangen, UPC Barcelona, Université libre de Bruxelles, TU Clausthal und der Universität Hannover.

Ein zentraler Schlüssel für diese erfolgreiche Entwicklung liegt im WiKE³ begründet, dem 2013 gegründeten wissenschaftlichen Kolloquium für elektrische Energietechnik und Elektromobilität.

Dort werden relevante Forschungsthemen rund um die Elektromobilität, deren technologische Umsetzung und nachhaltige Energieversorgung intensiv wissenschaftlich bearbeitet. Das Kolloquium bildet mit mehr als zehn (Fach)Hochschulprofessoren von vier nordbayerischen Hochschulen (Aschaffenburg, Coburg, Nürnberg, FHWS) und inzwischen mehr als 35 wissenschaftlichen Mitarbeitern, davon zwanzig in kooperativen Promotionsverfahren mit 15 Universitätsprofessoren von zehn Universitäten eine erfreuliche und für Hochschulen der angewandten Wissenschaften eher untypische wissenschaftliche Breite und Tiefe auf einem engen Forschungsgebiet. Das fachlich fokussierte Graduiertenkolleg fügt sich in optimaler Weise in die Entwicklungspläne der beteiligten Hochschulen ein und bietet den besten Absolventen nie dagewesene Entwicklungs- und Promotionsmöglichkeiten.

Besonders erfreulich und zudem wissenschaftliches Neuland ist die Internationalisierung dieses Kolloquiums unter dem Motto „WiKE³ goes international“. Im Oktober 2018 waren die drei WiKE³ Professoren Professor Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter, Hochschule Aschaffenburg, Professor Dr.-Ing. Armin Dietz, Technische Hochschule Nürnberg und Professor Dr. Ing. Bernhard Müller, FHWS Prüfer im internationalen Promotions-verfahren von Dr. Martin Hofmann am Polytechnikum Kataloniens in Barcelona.

Die wachsende wissenschaftliche Stärke des Instituts ist neben anderen ein zentraler Pfeiler für die Fähigkeit des TTZ-EMO, den industriellen Kooperationspartnern auf den Fachgebieten eine hohe fachliche Qualität, Beständigkeit und Innovationskraft bieten zu können.

Weitere Informationen unter TTZ-EMO