Studierende der FHWS, c Stefan Bausewein

FHWS: Die Erstsemesterstudierenden der Fakultät Maschinenbau schnuppern reale Hochschul-Luft

08.10.2020 | fhws.de, Pressemeldung, FM
Das Bachelorstudium startet anwendungsorientiert mit projekt- und kompetenzorientierten Lerneinheiten

In Zeiten von Corona ist alles etwas anders. Und trotzdem sollte den „Erstis“ im Studiengang Maschinenbau ein individueller Einstieg in ihr Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) ermöglicht werden. Daher wurden die Erstsemesterstudierenden des Bachelorstudiengangs zu projekt- und kompetenzorientierten Einführungstagen an die Hochschule eingeladen. Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, den Studienanfängerinnen und Studienanfängern auch im Rahmen der Corona-bedingten Einschränkungen einen realitätsnahen Beginn an der Hochschule zu ermöglichen und ihre Mitstudierenden ebenso wie die Hochschule kennen zu lernen. Dies fand unter Beachtung strenger Infektionsschutz- und Hygienerichtlinien statt.

Zu Beginn führten der Dekan der Fakultät Maschinenbau, Professor Dr.-Ing. Johannes Paulus, der Studienfachberater, Professor Dr.-Ing. Udo Müller, und der Studiendekan, Professor Dr.-Ing. Thomas Blotevogel, die Studierenden in den Ablauf des Maschinenbaustudiums ein. Der Präsident der Hochschule, Professor Dr. Robert Grebner, begrüßte die Erstsemester mit einer Videobotschaft. Die Einweisung in die Arbeitssicherheit übernahm Professor Dr.-Ing. Winfried Wilke, der mit seinem Projektteam des "BEST-FIT Prophet" für die weiteren Lerneinheiten verantwortlich zeichnete. (Das Modul Prophet (Projekt- und kompetenzorientierte Eingangsphase technischer Studiengänge) verfolgt das Ziel, von der Studieneingangsphase über den Studienverlauf bis zum Studienabschluss die Sicht aller Beteiligten konsequent auf die Feststellung und Entwicklung praxisrelevanter Kompetenzen zu lenken.)

Die Studierenden absolvierten im E-Learning-System der FHWS einen Kompetenztest, um ihren aktuellen Stand zu Beginn des Studiums kennenzulernen. Gefragt waren dabei Kenntnisse in Mathematik, Physik und Technik sowie eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen bereits vorhandenen Fähigkeiten.

Am zweiten Tag wurden bei der Vorlesung zum Thema „Lernen lernen“ Tipps zur Lehr- und Lernsituation an einer Hochschule mitgegeben. Das praktische Kernstück der Einführungstage waren die digitalen Lerneinheiten, das erste angewandte Programmieren und die Arbeit in einer Lerngruppe (Team).

Die Studierenden konnten aus fünf Workshop-Angeboten wählen, die die ganze Bandbreite des „modernen“ Maschinenbaus repräsentieren. In zwei Workshops wurden mit unterschiedlichen Kleinstrechnersystemen einfache Programmieraufgaben gelöst. Ein Workshop konzentrierte sich auf die additive Fertigung eines Produktes, das digital konstruiert und dann mit einem selbst eingerichteten 3-D-Drucker produziert wurde. Im Bereich Robotik wurde ein Kleinstroboter so programmiert, dass er autonom Aufgaben erledigte. Schließlich konnten die Studierenden in die App-Programmierung von digitalen Endgeräten eintauchen, die in der Maschinenüberwachung immer wichtiger wird. In den Workshops wurden die meisten Aufgaben in englischer Sprache gestellt, um die Studierenden darauf vorzubereiten, dass ihre berufliche Zukunft in einer exportorientierten Wirtschaft liegt.

Die Mehrheit der Studierenden zeigte großes Interesse an den Aufgaben mit den digitalen Lerneinheiten und bewertete in der abschließenden Evaluation das Workshop-Angebot mit „sehr gut“ (25 Prozent) oder „gut“ (65 Prozent).