Eine Gruppe FHWS-Angehöriger aus der Vogelperspektive

FHWS inklusiv: Eindrücke aus dem Leben mit Beeinträchtigungen mit Beratung und Begleitung

29.11.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FAS
Vermeintlich Selbstverständliches kann für manche Menschen schnell zu einem individuellen Hürdenlauf werden

In der Reihe „FHWS Einblicke“ gaben unter dem Titel ‚Leben mit Behinderung‘ Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke zusammen mit Professor Dr. Dieter Kulke Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im Zuge der Inklusion. Die „Einblicke“ werden angeboten im Rahmen des „Arbeitskreises Inklusion“ des „Campus Community Dialogue“ (CCD) der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Drei Personen mit einer Muskelerkrankung, Doris Koch, Moritz Urlaub und Barbara Windbergs, beschrieben, welche Hürden sie im Alltag oft zu bewältigen haben. Besuche von Veranstaltungen beispielsweise müssten oft vorab detailliert geplant werden. Als Rollstuhlnutzer sei abzuklären, ob alle Bereiche barrierefrei zu erreichen seien. Was für Menschen ohne Beeinträchtigung weitgehend selbstverständlich erscheine, könne für Menschen mit Beeinträchtigung schnell zu einem Hürdenlauf werden. Dies gelte für alle alltäglichen Unternehmungen.

Eine wichtige Rolle in der Beratung und Aufklärung nehme die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) ein. Angelika Eiler stellte deren Arbeit als Vertretungsorganisation für Menschen mit neuro-muskulären Erkrankungen in Würzburg vor. Die Stelle ist am Neuromuskulären Zentrum des Instituts für Humangenetik-Biozentrum der Universität Würzburg angesiedelt. Eiler bietet psychosoziale Beratung und Begleitung von Menschen und Familien mit Angehörigen mit neuromuskulären Erkrankungen an. Die DGM ist Mitglied in FHWS-Fachforum Inklusion und im Arbeitskreis Inklusion.

Der AK Inklusion unter der Leitung von Professor Dr. Kulke hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fakultät kontinuierlich mit der Praxis zu vernetzen und sich für Inklusion in Würzburg zu engagieren. Zum Abschluss der „FHWS Einblicke“ wies Kulke auf die Fortschritte hin, die auf dem Weg zur Inklusion durchgesetzt werden konnten.