Eine Gruppe FHWS-Angehöriger aus der Vogelperspektive

FHWS-Service: mit einem Klick zum richtigen Beratungsdienst - www.beratungswegweiser.org

11.07.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FAS
Informationen können zu 16 Handlungsfeldern abgerufen werden über die kontinuierlich aktualisierte Online-Version

„Mein Mann trinkt. Wer kann uns helfen? Ich bin schwanger und brauche dringend finanzielle Unterstützung! Unser Sohn ist so verschlossen. Was können wir tun? Wer hilft mir bei Fragen zur Inklusion?“ Auf der Suche nach dem richtigen Beratungsdienst verlieren Betroffene oft viel Zeit, Mut und Hoffnung. Vertreter des Landratsamtes-Gesundheitsamtes Würzburg / Karin Drechsel und Wiebke Schmidt, der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Mainfranken / Klaus Miller und Dirk Pychynski sowie der Hochschule Würzburg-Schweinfurt / Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften / Professor Dr. Frank Como-Zipfel und Professor Dr. Dieter Kulke, haben sich daher gemeinsam mit dem Webdesigner und Sozialarbeiter B.A., Lukas Werner, zusammengeschlossen und eine vollständig überarbeitete Neuauflage des Psychosozialen Beratungswegweiser für die Region Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart fertiggestellt. Daraus war bereits 2015 eine gedruckte Version entstanden, die von der örtlichen Beratungslandschaft, so Kulke, sehr positiv aufgenommen wurde.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung war klar, dass eine Neuauflage digital und online und dadurch laufend aktualisierbar sein müsse: Diese wurde jetzt umgesetzt. Beratung Suchende haben nun die Möglichkeit, sich direkt und weitestgehend ortsunabhängig zuhause am PC oder unterwegs mit dem Smartphone über die zahlreichen psychosozialen Beratungsdienste in der Versorgungsregion Unterfranken zu informieren. „So sparen sich Ratsuchende die oft mühsame telefonische Recherche und können nun das komplette Spektrum der professionellen Hilfe unter einer Adresse schnell und unkompliziert abrufen“, so sind sich die Initiatoren des Online-Wegweisers sicher.

Mit der neu gestalteten Online-Version wollen die Verantwortlichen so den Bürgern helfen, unter den mehr als 250 aufgeführten Institutionen schnell den richtigen Ansprechpartner für ihr Anliegen zu finden. Auch den Mitarbeitern aus der psychosozialen Praxis liefert der Beratungswegweiser viele nützliche Informationen. Um die Suche für den Benutzer zu erleichtern, wurden die vielfältigen Hilfsangebote jeweils einem von insgesamt 16 Handlungsfeldern wie etwa „Hilfe in der Krise“, „Sucht und psychische Erkrankungen“, „Arbeit und berufliche Qualifikation“, „Familie und Partnerschaft“ oder „Kinder und Jugendliche“ zugeordnet. Mit einem Klick auf einen ausgewählten Beratungsdienst erhalten Interessierte detaillierte Hinweise zu den Angeboten, den Kontaktdaten und Öffnungszeiten der betreffenden Institution. Im Interesse der Übersichtlichkeit beschränkt sich die Onlineversion auf Hilfsangebote, die durch die öffentliche Hand finanziert bzw. getragen werden. Privatwirtschaftlich organisierte Einrichtungen (Praxen, Institute etc.) werden nicht aufgenommen. Unter Beratungswegweiser sind Interessierte eingeladen, sich über das regionale Beratungsangebot zu informieren. Bisher nicht erfasste und neue psychosoziale Beratungsdienste sind jederzeit willkommen, sich registrieren und ihr Angebot aufnehmen zu lassen.

Und ein Tipp: Für Studierende der Sozialen Arbeit, ergänzt Kulke, auf der Suche nach einer Praktikumsstelle in der Beratung biete der Beratungswegweiser einen fantastischen Überblick über die psychosoziale Beratungslandschaft.