Geoinformationssysteme: Ein Defibrillator-Kataster sowie Leerstandsmanagement waren u.a. Themen

13.11.2017 | Pressemeldung, FKV
Darüber hinaus wurden z.B. ein Campusinfosystem sowie das mobile Arbeiten im Forst mit Standard-Apps präsentiert

85 Teilnehmer besuchten das 11. „Esri-Anwendertreffen Bayern“, zu dem der Studienbereich Geo der Hochschule Würzburg-Schweinfurt eingeladen hatte (Esri – Environmental Systems Research Institute, ein amerikanischer Softwarehersteller von Geoinformationssystemen). Auf dem Programm standen Anwenderberichte, Projekt- und Produktpräsentationen der Partnerunternehmen sowie Markttrends.

Zur Begrüßung zeigte sich die Dekanin Professorin Dr. Daniela Wenzel erfreut darüber, dass die Studiengänge „Vermessung und Geoinformatik“ sowie „Geovisualisierung“ in das Programm Esri Development Centers (EDC) aufgenommen wurden: Zum einen sei eine verstärkte Förderung talentierter Studierender im Bereich der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung von innovativen Geoinformationsanwendungen und -lösungen realisierbar, zum anderen könne man die Vernetzung und den Austausch mit weiteren Hochschulen und Universitäten vertiefen und ausbauen.

Im anschließenden Vortragsprogramm stellten Bachelorabsolventinnen ihre Themen in Kurzbeiträgen vor. Während sich Sina Ackermann mit dem Festpunktinformationssystem beschäftigte, erläuterte Nicki Weimert ihre Arbeit zum Thema „AED-Kataster für die Stadt Würzburg“: Die Notfallgeräte, die sogenannten „automatisierten externen Defibrillatoren“ (AEDs), können im Notfall schnell auf der Homepage der Stadt Würzburg gefunden werden, eine GPS-geleitete Route gibt den kürzesten Weg an, Öffnungszeiten von Gebäuden, in denen die AEDs bereitgehalten werden, sind berücksichtigt. Maren Krämer stellte ihre Bachelorarbeit mit dem Thema „Vektorkacheln“ vor, einer neuen Möglichkeit, diese in ihrer Auflösung dem jeweiligen Anzeigegerät anzupassen und die Optik für unterschiedliche Aufgaben neu zu gestalten. Rainer Schäffner stellte das Campusinformationssystem 2D und 3D am Hochschulstandort Röntgenring 8 vor, das über die Homepage des Studienbereichs Geo abrufbar ist (https://gis.fhws.de/campus/campus_roeri.html): Hier können Hochschulmitarbeiter, Studierende sowie Gäste und Speditionen schnell die jeweils passende Route von eigenem Standort zum gewünschten Ziel unter Berücksichtigung von besonderen Kriterien (z.B. Vermeidung von Aufzügen) definieren und am Nutzerendgerät anzeigen lassen.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Fachvorträge im Rahmen der eintägigen Veranstaltung präsentiert. Anna Pflaum von PB Consult referierte zum Thema Mobilitätsdaten Nürnberg. Jonathan Reger vom Landratsamt Cham stellte das Siedlungs- und Leerstandsmanagement sowie die Entwicklung eines marktfähigen Tools, das Städte und Kommunen in die Lage versetze, Leerstände zu vermarkten und Lösungsvorschläge anzubieten, vor (weitere Informationen unter Landkreis Cham Geoservices). Michael Lodes von der Stadt Schwabmünchen präsentierte das Thema Verwaltung kommunaler Besitztümer. Die Teilnehmer erhielten zudem Einblick in die Nutzung von vernetzten Standard-Apps im Bereich des mobilen Arbeitens im Forst. Es referierte Christoph Tholl vom Forstbetrieb Graf zu Königsegg-Aulendorf. Der Vortrag von Christina Moro vom Planungsbüro für angewandten Naturschutz skizzierte die ersten Erfahrungen mit ArcGIS pro in der Planungspraxis.