Zwei Studierende im Gespräch

Kindermitbringtag 2019 an der FHWS: Über fünfzig Kinder nahmen an den zahlreichen Angeboten teil

25.11.2019 | fhws.de, Pressemeldung
In Würzburg standen u.a. Lego und Stoptrick-Filme auf dem Plan, in Schweinfurt Löten und ein Reaktionsspiel

Was tun, wenn die Schulen geschlossen haben, die Eltern aber trotzdem zur Arbeit gehen? An der Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist die Antwort klar – Kindermitbringtag. Am 20. November kamen am Standort Schweinfurt 36 Kinder und am Standort Würzburg 17 Kinder zu Besuch an den Arbeitsplatz ihrer Eltern. Organisiert von der Hochschulkommunikation, erwartete die Kinder ein volles Programm.

Im Schweinfurter Hochspannungslabor löteten die Kinder ihre eigenen Computerspiele zusammen. Unter Anleitung von Professor Dr. Markus Zink und seinem Team um Cornelia Lorenz gab es zuerst eine Erklärung zum sicheren Arbeiten mit dem Lötkolben. Alle Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren hörten zu. Dann wurde Schritt für Schritt das Reaktionsspiel „Piepsibööb“ gebastelt und ausprobiert: Wer alles richtig gemacht hatte, hörte im Anschluss eine piepsige Melodie; diejenigen, die auf den falschen Knopf drückten, bekamen ein „Bööp“ zu hören.

Zur Entspannung folgte ein Klangschalen-Workshop mit Ulrike Szallay‐Grasser aus der Schweinfurter Bibliothek. Außerdem wurde viel gemalt, gebastelt, die Kinder nahmen neben dem Piepsibööp selbst gestaltete Turnbeutel mit nach Hause.

In Würzburg wurden die Kinder zunächst zu Filmproduzenten: Thorsten Ziesmer, Dieter Hanke und Alexander Mayer vom Hochschulmedienzentrum sowie die Medienmanagement-Studierenden Andreas Berger und Katy Gens hatten für die Kinder drei verschiedene Stoptrick-Filme vorbereitet. Bei Stoptrick werden Gegenstände animiert, und jeder Schritt wird einzeln fotografiert. Nach einigen Fotos kann man bereits einen Bewegungsablauf wahrnehmen. Bei der ersten Station konnte eine Pappfigur plötzlich Schlittschuh fahren, an der zweiten Station krachten Spielzeug-Lastwagen ineinander, und an der dritten Station erweckten die Kinder Buchstaben aus Gemüse zum Leben. Rund 300 Bilder wurden aufgenommen und anschließend vertont und geschnitten.

Anschließend ging es zum Legowelten-Bauen mit Professor Dr. Gerhard Hube. Diesen Workshop, der sich eigentlich an Manager und Masterstudierende richtet, hatte Professor Hube für die Schüler angepasst. Das Thema lautete, „die beste Schule der Welt“ aus Lego zu bauen. Die eine Gruppe stellte sich darunter eine Festung vor mit Zaubergewalt, Waffen, Schutzwällen und toller Verteidigungstechnik. Die andere Gruppe hingegen baute eine Schule, die einem riesigen Sport- und Freizeitparkzeit gleichkam mit Sprungturm, Fußballplatz, Kletterwand und einer riesigen Bibliothek. Dazu wünschten sich die Kinder einen großen Ferienflieger und nur ein sehr kleines Klassenzimmer – in der idealen Schule wird nicht viel still gesessen.

Für die Betreuung sorgten an beiden Standorten Studierende der Sozialen Arbeit. Ein langer Tag mit viel praktischer Erfahrung, sowohl für die Kinder, als auch für die Betreuer. Genau das, wofür die FHWS steht: Praxisbezug. Mit Essen und Trinken wurden die Kinder von der Mensa versorgt, für ein zweites Frühstück mit Obst, Keksen und Lebkuchen sorgte der Hochschulservice Kommunikation. Fazit: Der Kindermitbringtag war gut besucht – und mit etwas Glück hat die FHWS schon jetzt junge Nachwuchsforscher und potenzielle Studierende für sich gewonnen.