„mixed reality“ – Architekturstudierende erlebten und erprobten Möglichkeiten virtueller Planungen

10.01.2018 | Pressemeldung, FAB
Darstellungen erweiterter und gemischter Realität können die Visualisierung für Kollegen und Kunden sinnvoll ergänzen

Zehn Architekturstudierende nahmen unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Walter Bidmon und dem Diplom-Ingenieur (FH) Christian Hofmann an einem Workshop teil, zu dem das Softwarehaus Autodesk in das Virtual Reality-Center of Excellence, ein Labor mit High-End Visualisierungstechniken, nach München eingeladen hatte. Während des Workshops lernten und erprobten die jungen Akademiker die Möglichkeiten, wie in 3D geplante Objekte und Gebäude virtuell erlebbar und auf eine neue Art präsentierbar gemacht werden können.

Für Architekten bietet die Integration von Systemen mit virtueller, erweiterter Realität die Chance, die Visualisierung zusätzlich zur zweidimensionalen Version bzw. Modellbauten zu ergänzen, zu erweitern und Kollegen wie Kunden neue Optionen aufzuzeigen, Räumlichkeiten zu „begehen“, zu „erleben“, noch ehe der erste Stein auf dem anderen steht. Planungen können optimiert, Sichtachsen ausprobiert, Größenproportionen angepasst werden. Die virtuelle Realität ermöglicht es, nicht nur das Aussehen, sondern das „Anfühlen“ anzubieten, Zeit, Geld zu sparen und Missverständnisse zu vermeiden.

Die Studierenden erfuhren, wie aus digitalen 3D-Modellen, die bereits heute im Rahmen der BIM-Arbeitsmethode (building information modelling) erstellt werden, eine erlebbare Realität mittels VR-Brille oder Stereoskopen-Projektionen ermöglicht wird. Eine Technik, die in der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt seit dem letzten Jahr eingesetzt wird.

Interaktiv konnten zwei Studierende durch eine virtuelle Industriehalle gehen, sich in der „Halle“ gegenseitig wahrnehmen und Objekte verändern. In einem weiteren Schritt wurden Erfahrungen in der augmented reality (AR - erweiterte Realität) und in der augmented virtuality (AV - erweiterte Virtualität) vermittelt. Am Beispiel eines realen Holzwürfels, der durch an der Wand verteilte Kameras erfasst wurde, konnte je nach Lage des Autos auf dem hinterlegtem Grundrissplan ein virtuelles Auto am Monitor mit unterschiedlichen Formen und Farben belegt werden.

In dieser „mixed reality“ (MR) war es den Studierenden in einem weiteren Showcase möglich, in virtuelle Fahrzeuge zu steigen und dort z.B. die Farben der Armaturen zu verändern. So konnten die Teilnehmer die Anforderungen von AR-Systemen (Kamera, Trackinggeräte und Software) kennenlernen und erproben.

Abschließend wurde ein 3D-Gebäudemodell, das an der FHWS im Rahmen eines Seminars erarbeitet wurde, in das Software-System eingelesen und stereoskopisch aufbereitet, so dass einzelne Studierende durch das Gebäude gehen konnten. Die weiteren Studierenden erlebten das Gebäude räumlich am 3D-Bildschirm.