Eine Gruppe FHWS-Angehöriger aus der Vogelperspektive

Musiktherapie an der FHWS im Zuge der „Kleine Fächer Wochen“ der Hochschulrektorenkonferenz

13.02.2020 | fhws.de, Pressemeldung, FAS
Angebote u.a. mit Tagung zur musiktherapeutischen Diagnostik und Internationalem Doktorandenforum Musiktherapie

Im Wintersemester 2019/2020 war die FHWS zusammen mit fünf weiteren Hochschulstandorten erfolgreich: Sie holten die „Kleinen-Fächer-Wochen“ der Hochschulrektorenkonferenz zum Fach Musiktherapie an die SRH-Hochschule Heidelberg, die Universität Augsburg, die Universität der Künste Berlin, die Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Insgesamt 19 Tagungen und Events wurden zu „Musiktherapie im Spannungsfeld gesellschaftlicher Herausforderungen“ an diesen sechs Universitäten und Hochschulen veranstaltet, von denen vier von der FHWS oder mit Beiträgen der FHWS ausgerichtet wurden.

Im November 2019 wurde an der Universität der Künste Berlin eine Tagung zum neuen Feld der musiktherapeutischen Diagnostik im Lehrkrankenhaus der UdK Berlin, dem Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge zusammen mit Lehrenden und Studierenden aus Österreich, der Schweiz und Dänemark veranstaltet. Professor Dr. Thomas Wosch von der FHWS hielt während dieser Tagung einen Vortrag und richtete einen Workshop aus zu zentralen Entwicklungen und Diagnostikmethoden, die die FHWS innerhalb des „International Music Therapy Assessment Consortium“ (Internationales Musiktherapeutisches Diagnostik Konsortium, zu dessen Gründungsmitgliedern die FHWS gehört), entwickelt und international veröffentlicht hat.

Am 16. Januar 2020 eröffneten der Präsident der FHWS, Professor Dr. Robert Grebner, und die Dekanin der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Professorin Dr. Dagmar Unz, an der FHWS das „Internationale Doktorandenforum Musiktherapie“. Die Nachwuchsforscherinnen des Instituts für Angewandte Sozialwissenschaften (IFAS) der FHWS, Dr. Laura Blauth, Jasmin Eickholt und Tabea Thurn, berichteten und diskutierten ihre internationalen Wege der Promotion an der Universität Melbourne und der Anglia-Ruskin-University Cambridge, verbunden mit oder vorbereitend für internationale Drittmittelprojekte zur Musiktherapie im IFAS.

Forschungspartner der FHWS von der Universität Melbourne, der Universität Genf, des Cambridge Institute for Music Therapy Research, der Universität Augsburg (Professorin Susanne Metzner im Rahmen des Graduiertenkollegs BayWISS Gesundheit mit der FHWS) und der finnischen Universität Jyväskylä (Nachwuchsforscherin des IFAS, Dr. Elsa Campbell) stellten neueste interdisziplinäre Doktoranden- und Post-Doc-Forschung der Musiktherapie mit Neurowissenschaften und Pflegewissenschaften vor, führten Gespräche mit Doktoranden und Promotionsinteressierten aus ganz Deutschland im Markt der musiktherapeutischen Doktorandenschulen und boten Einzelsupervisionen an, in denen auch neue Promotionsprojekte entstanden.

Am 17. Januar 2020 eröffnete die Sozialreferentin der Stadt Würzburg, Dr. Hülya Düber, die Tagungsveranstaltung der FHWS zur Musiktherapie für formelle (durch Altenpfleger) und informelle (durch pflegende Angehörige) Demenzpflege. Die Professoren, Lehrenden und Post-Doc-Forscher der FHWS, Sven Warnke, Tanja Mühling, Tabea Thurn und Laura Blauth, hielten Vorträge und gaben Informationen zu ökonomischen Kriterien der Musiktherapie und zu familiären Belastungen der Demenzpflege im Kontext Deutschlands und Europas sowie zu an der Hochschule entwickelten und aktuell untersuchten Methoden für die formelle und informelle Demenzpflege (EU-JPND Projekt HOMESIDE). In Workshops konnten diese Methoden selbst ausprobiert werden. Anschließend fanden gemeinsam mit der Alzheimer-Gesellschaft Würzburg/Unterfranken Gruppendiskussionen mit allen Teilnehmern zu Herausforderungen und erfolgreichen Strategien der Implementierung von Musiktherapie in der Demenzpflege statt. Zu den Teilnehmern zählte eine Klasse von Altenpflegeschülern der Julius-Care Würzburg. Es wurden Probleme sowie erste Schritte gemeinsam erarbeitet. Die Teilnehmer äußerten den Wunsch nach einer Wiederholung solcher Tagungen und ihrer öffentlichen Wahrnehmung.

Am 7. und 8. Februar 2020 fand an der Universität Augsburg die älteste musiktherapeutische Jahrestagung, die Augsburger Werkstatt für musiktherapeutische Forschung (vormals Ulmer Werkstatt) in ihrem 32. Jahr statt. Sie widmete sich im Rahmen der Kleinen-Fächer-Wochen der musiktherapeutischen Schmerzbehandlung mit Forschern aus Deutschland, den USA, Schweden und Dänemark aus Musiktherapie, Medizin, Informatik und Psychologie. Jasmin Eickholt beteiligte sich von der FHWS mit einem Beitrag, der ihr Promotionsprojekt an der Universität Melbourne zur Entwicklung und Prüfung eines Ansatzes der positiven Psychologie für das therapeutische Songwriting für Menschen mit Altersdepression auf der Postersession vorstellte und im musiktherapeutischen sowie interdisziplinären Kontext diskutierte.