Studierende der FHWS auf einer Wiese, c Jonas Kron

Open Lab: FHWS-Studierende experimentieren mit mobilen Learning Labs

23.10.2020 | fhws.de, Pressemeldung, FM
Die zeitgemäße Lerntechnologie kann von Professorinnen und Professoren und von Studierenden ausprobiert werden

Das Projektteam von "BEST-FIT-Prophet" an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt stellt für die Lehre mobile, praxisnahe Lerneinheiten zur Verfügung – sogenannte Learning Labs und Kompetenzkoffer. Damit können Studierende erste Erfahrungen im Umgang mit digitaler Technik sammeln und Grundlagen der Programmierung erlernen. Das didaktische Konzept lädt dabei zum Experimentieren ein und fördert selbstorganisiertes Lernen und Teamarbeit.

Erstsemester-Studierende hatten im Rahmen ihres Studienstarts die Möglichkeit, in Präsenz an Modulen zu Themen wie Robotik, 3D-Druck, digitale Datenverarbeitung und App-Entwicklung teilzunehmen. Sie konnten sich vorab per Online-Wahl für einen der Workshops entscheiden. Dabei bearbeiteten sie in Zweier- und Dreierteams selbständig Aufgaben anhand der zur Verfügung gestellten Hardware. Das Team von BEST-FIT/Prophet sowie Mitarbeitende der Fakultät Maschinenbau waren als Coaches vor Ort.

Die bei den Workshops eingesetzten „Streams“ des Learning Lab for Digital Technologies und zwei „Kompetenzkoffer (Basis & Industrie 4.0)“ sind Teil des Konzepts zur Förderung von Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt. Dieses wird derzeit pilotartig im Bachelorstudiengang Maschinenbau umgesetzt. Sie stellen eine Ergänzung zum vorhandenen Lehr- und Lernangebot dar und ermöglichen einen projekt- und kompetenzorientierten Start ins Studium.

Interessentinnen und Interessenten der FHWS können nähere Informationen bekommen: Moodle-Kurs "Mobile Lerneinheiten"

Zu den einzelnen Lerneinheiten:

Im Stream DTE – Digital Technology Essentials werden die Grundlagen digitaler Datenverarbeitung mittels des Einplatinen-Computers Raspberry Pi und einem Messtechnik-Baustein (SenseHAT) vermittelt. Damit erlernen und üben die Studierenden die Funktionsweise von Rechnern, das Programmieren in Python, die Anwendung von Sensorik und die Nutzung von Datenbanken.

Im Stream LC2 – Learn to Code with Cozmo werden die Grundlagen der Robotik begreiflich gemacht und gleichzeitig Programmiergrundkenntnisse aufgebaut. Hierzu wird der Roboter Cozmo zusammen mit einem Tablet (Android oder iOS) und der kostenfreien Cozmo-App zur Nutzung der grafischen Programmiersprache „Scratch“ verwendet.

Der Stream POW – Print your Own World beinhaltet die Konstruktion von 3D-Objekten in CAD (Computer Aided Design) und die Einrichtung von 3D-Druckern zur Herstellung der konstruierten Objekte. Der Fokus liegt dabei unter anderem in der Funktionsweise und den Grenzen der additiven Fertigung.

Mittels des Streams APP – Learn App Development Basics erfolgt eine Einführung in die Entwicklung von Applikationen für Android-Smartphones. Zur Programmierung dient der „MIT App Inventor for Android”, welcher durch die Verwendung einer blockbasierten Programmiersprache einen leichten Einstieg ermöglicht.

Die Basis-Kompetenzkoffer sind mit Materialien bestückt, welche die Durchführung unterschiedlicher Projekte im Bereich der Programmierung und zum Kennenlernen verschiedener technischer Komponenten ermöglichen. Dabei handelt es sich um einen Raspberry Pi-Computer, ein Elegoo Starter Kit und ein MyRio Mechatronik Kit.

Bei dem Industrie 4.0-Koffer handelt es sich um ein Demonstrationsmodul mit Linearachse und programmierbarer Steuerung, womit digitale sowie analoge Ein- und Ausgänge angesteuert werden können. Zur Messdatengenerierung wird ein Bosch XDK-Sensor verwendet, und zur Verarbeitung der Daten sind ein MikroTik-Router sowie ein Raspberry Pi zur Programmierung in NodeRed vorhanden. Durch die hier verwendeten professionellen Elemente können exemplarische Anwendungen vergleichbar mit Industrie 4.0-Anlagen durchgeführt werden.