Professor Dr. Gert Feser wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

04.12.2017 | Pressemeldung, FAS
Einführung sowie der Auf- und Ausbau des ersten musiktherapeutischen Studienschwerpunkts

Staatssekretär Gerhard Eck hat das Bundesverdienstkreuz am Bande an Johanna Falk, Ulrich Feldmann, Professor Dr. Gert Feser und Heike Kraft sowie das Verdienstkreuz 1. Klasse an Professor Dr. Ulrich Konrad ausgehändigt. Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und caritativen Bereich.

Professor Dr. Gert Feser engagierte sich über Jahrzehnte hinweg im Bereich der Musiktherapie und leitet seit mehr als dreißig Jahren ehrenamtlich zwei Orchester. Er absolvierte an der Hochschule für Musik in Würzburg das Kapellmeisterstudium und schloss daneben ein Medizinstudium ab. 1983 wurde er aufgrund dieser Doppelqualifikation auf eine Professur für Musiktherapie an die seinerzeitige Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und jetzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt - Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften berufen. Sein größter und bleibender Verdienst um die Hochschule war die Einführung sowie der Auf- und Ausbau des ersten musiktherapeutischen Studienschwerpunkts. Heute ist die Musiktherapie an der Hochschule ein international anerkanntes Aushängeschild für den Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit", den Masterstudiengang „Musiktherapie im Alter und bei Demenz" sowie für die Stadt Würzburg selbst.

Daneben war er im Krankenhaus der Stiftung Juliusspital Würzburg von 2001 bis 2007 als Musiktherapeut auf der Palliativstation tätig. Mit seiner Unterstützung stellte die Klinik Spezialinstrumente für schwerstkranke Patienten bereit. Vielfach gelang es ihm, neben medizinischen Möglichkeiten eine deutliche Verbesserung auch schwerer Leidenszustände zu erreichen und über die Musik einen Zugang zu den Patienten zu ermöglichen. Er unterrichtete auch bei medizinischen Lehrveranstaltungen. Besonders in den ärztlichen Kursen für die Zusatzweiterbildung "Palliativmedizin" brachte er Kollegen die Grundzüge musiktherapeutischer Verfahren in der Medizin nahe. Auf ihn geht darüber hinaus die Hochschulpartnerschaft der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften mit einer Universität in Taiwan zurück. Über die Grenzen Würzburgs hinaus ist er bekannt als Leiter des Sinfonieorchesters „Con Brio", das er im Jahr 1988 gegründet hat. Er baute im Laufe von nahezu dreißig Jahren ein beachtliches Orchesterrepertoire auf. Seit 1982 leitete er regelmäßig die Orchesterseminare des „Bundesverbands deutscher Liebhaberorchester e. V." bzw. des bayerischen Landesverbands. Im Jahr 1993 ist dabei auf einer Auslandsreise das verbandsunabhängige Projektorchester „da capo" entstanden, das er bis heute leitet. Dieses Orchester mit Musikern aus mehreren europäischen Ländern trifft sich einmal im Jahr an wechselnden schönen Orten in Europa, um dort Konzertprogramme zu erarbeiten und zur Aufführung zu bringen.

(Mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr)