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Staatsminister Sibler tauschte sich mit Präsidenten über hochschulpolitische Zukunftsfragen aus

19.12.2018 | fhws.de, Pressemeldung
Ziel sei es, die „Weichen für eine weiter erfolgreiche und langfristige Entwicklung der Hochschulen stellen“

Der neue bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler tauschte sich in Nürnberg beim Besuch der Hochschule Bayern e.V. mit den Präsidenten der Hochschulen für angewandte Wissenschaften über die aktuellen Herausforderungen in der Hochschullandschaft aus. Diese nutzten im Rahmen ihrer 101. Mitgliederversammlung die Gelegenheit, mit dem Wissenschaftsminister hochschulpolitische Zukunftsfragen auf Bundes- und Landesebene zu diskutieren.

Professor Dr. Walter Schober, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, betonte den Stellenwert der Hochschulen in der angewandten Forschung für den Standort Bayern. Grundfinanzierte Forschungskapazitäten seien nötig, damit die Hochschulen der ihnen im Hochschulgesetz zugewiesenen Aufgabe der anwendungsbezogenen Forschung auch nachkommen können. Zudem müsse das bisher fast ausnahmslos aus Drittmitteln finanzierte wissenschaftliche Personal einen Sockel an grundfinanzierten Stellen erhalten.

Die Präsidenten der Hochschulen zeigten die Unterfinanzierung in der Forschungsförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auf. Bundesweit fließen von der DFG nur 0,5 Prozent der Mittel für Hochschulen an die HAW. Damit auch der auf anwendungsorientierter Forschung basierende Innovationstransfer gestärkt werden könne, bedürfe es der Gründung einer „Deutschen Transfergemeinschaft“ in Anlehnung an die DFG, konstatierten die Präsidenten.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler kündigte an, am offenen Dialog der Vergangenheit festzuhalten. Er betonte: „Unsere Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben sich zu international beachteten Zukunftswerkstätten entwickelt. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen hier innovative Technologien und arbeiten an der konkreten Umsetzung. Die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft bringt wertvolle Synergieeffekte mit sich und erhöht die Strahlkraft des attraktiven Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Bayern.“ Es sei daher von strategischer Bedeutung, die Weichen für eine weiter erfolgreiche und langfristige Entwicklung der Hochschulen zu stellen.