Zwei Studierende im Gespräch

Studierende der FHWS zeigen eine Bank der Zukunft: nachhaltig und im Dienst der Gesellschaft

13.02.2020 | fhws.de, Pressemeldung, FWiWi
Studienschwerpunkt Organisationsentwicklung entwickelte Nachhaltigkeitsprojekte im Finanzdienstleistungsbereich

„Wir wollen ein Bewusstsein für die Idee der nachhaltigen Bank bei der Bevölkerung schaffen, um diese zum Handeln zu bewegen“, erläuterte Horst Schneider, Vorstandsvorsitzender der Evenord-Bank, den Studierenden zum Semesterbeginn das Ziel des Semesterprojektes im Schwerpunkt Organisationsentwicklung der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Die Bank, so Professor Dr. Harald Bolsinger, besetze mit ihrer Werte- und Nachhaltigkeitskultur eine Pionierrolle im Finanzdienstleistungssektor für nachhaltige Geschäftsmodelle mit ethischen Prinzipien und verantwortungsvollem Bankgeschäft.

Die Studierenden haben unter Leitung von Professor Dr. Arnd Gottschalk (Organisationsentwicklung) und Professor Dr. Harald Bolsinger (Wertemanagement) relevante Themenbereiche gewählt, Handlungsempfehlungen mit Change- und Umsetzungsoptionen erarbeitet, eine Dokumentation des Findungsprozesses erstellt sowie die exemplarische Umsetzung wesentlicher Punkte vollzogen. Als didaktischen Rahmen wählten die Professoren „Future Design“: Diese Methode erlaubt es, die Zukunft von Organisationen bewusst und zielgerichtet zu gestalten. Sie unterstützt darin, soziale Beziehungen, Objekte, Räume und Umwelten so integriert zu designen, dass ein Lernen aus der Zukunftsperspektive ermöglicht wird.

Mit „Future Design“ erfolgte während des Semesters eine integrierte Betrachtung von Umdenken und Breitenwirkung in der Gesellschaft sowie konkreter Aktivitäten der Bank: Was soll in der Gesellschaft geschehen? Was soll die Bank beitragen, um das Geschehen zu fördern bzw. zu ermöglichen? „Immer komplexere Abläufe und das Streben nach immer mehr Agilität können blind machen für die zielgerichtete Gestaltung der Zukunft eines Unternehmens!“, begründet Professor Dr. Arnd Gottschalk den Einsatz des Methoden-Moduls. Studierende bräuchten neben Fachkompetenzen auch die Fähigkeit Zukunft aktiv zu gestalten.

Nach Abschluss des Projektes konnten die Studierenden dem Kooperationspartner zehn Projektvorschläge für die Gestaltung möglicher Lösungsansätze präsentieren. Diese reichten von gesellschaftsverändernden Zielsetzungen in Richtung Nachhaltigkeit bis hin zu klassisch betriebswirtschaftlichen Problemstellungen auf Unternehmensebene, wie beispielsweise Wie können wir die Bevölkerung auf das Thema „Nachhaltiges Banking“ aufmerksam machen? Wie können wir bewusste Finanzentscheidungen durch transparente, komprimierte und konkrete Informationen fördern? Wie können wir Menschen dabei helfen, sich zum Thema Nachhaltigkeit nicht nur im Bereich Konsum, sondern auch im Bereich Banking zu sensibilisieren?

Die Studierenden haben nach Einschätzung des Würzburger Wirtschaftsethikers Professor Dr. Harald Bolsinger verstanden, wie globale ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Finanzsektor ihren Ausgangspunkt finden kann, um eine effektive langfristige und unumkehrbare Wende zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu vollziehen: „Wer sich für die Welt eine nachhaltige Zukunft wünscht, kann mit Change im Finanzdienstleistungsbereich Großes bewegen! Diesen Hebel haben unsere Studierenden sicher entdeckt!“