Blick in einen Flur am FHWS Standort Sanderheinrichsleitenweg in Würzburg

Symposium künstlerische Therapien und Museumspädagogik für Menschen mit Demenz an der FHWS

11.07.2019 | fhws.de, Pressemeldung, FAS
Professor Dr. Thomas Wosch: Die Kunst als eine Möglichkeit der Kommunikation bleibt bis zuletzt im Menschen bestehen

Zum „Symposium künstlerische Therapien und Museumspädagogik für Menschen mit Demenz“ trafen sich rund fünfzig Teilnehmer. Eingeladen hierzu hatten Professor Dr. Thomas Wosch von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt sowie die Alzheimer Gesellschaft Würzburg / Unterfranken e.V.

In ihren Grußworten betonte Dr. Hülya Düber, Sozialreferentin der Stadt Würzburg, 1. Vorsitzende Halma e.V. sowie Stadträtin, die Wichtigkeit der Teilhabe an Kunst und Musik von Menschen mit Erkrankungen sowie deren Angehörigen. Die Forschung und gerade auch die Praxis an der Hochschule für ANGEWANDTE Wissenschaften zeigten, dass Demenz niemanden hilflos stehen ließe. Die Leiterin des Campus Community Dialogs Alter an der FHWS, Professorin Dr. Theresia Wintergerst, wies die Teilnehmer des Symposiums darauf hin, dass es Aufgabe der Mitmenschen sei, Menschen mit Demenz „Gesellschaft zu leisten“. Man solle sie nicht korrigieren oder sie mit ihren Irrtümern konfrontieren, sondern sie in ihrer anderen Sprache und Interaktion annehmen. Professor Dr. Thomas Wosch, Lehr- und Forschungsgebiet Musiktherapie an der FHWS, wies darauf hin, dass die Kunst als eine Möglichkeit der Kommunikation bei Menschen mit Demenz bis zuletzt Bestand habe: „Das Schöne bleibt bis zum Schluss.“

Anschließend stellten Tabea Thurn und Professor Dr. Wosch die aktuellen Ergebnisse der Konzeption, Durchführung und Untersuchung einer musiktherapeutischen Intervention für häuslich pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz mit dem „Melbourne-Würzburg-Dementia Songwriting Projekt“ vor.

Natalia Ehlerding, Kunsttherapeutin, Organisatorin der Ausstellung „Kunst und Demenz – verborgene Schätze“ und Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Würzburg / Unterfranken, präsentierte die Möglichkeiten des Einsatzes von Kunsttherapie für Menschen mit Demenz, während Sophia Kippes, Museumspädagogin mit Tätigkeit in der Kunstvermittlung, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Museums im Kulturspeicher Würzburg und deutschlandweit in Verbänden zur Museumspädagogik, den Aspekt von Menschen mit Demenz im Museum inklusive der Museumspädagogik beleuchtete.

Im Anschluss folgte der Workshop-Part mit vier Optionen: 1. „MusicKit - kreative Bausteine für Pflegende von Menschen mit Demenz“, 2. Chancen und Grenzen der Kunsttherapie bei Menschen mit Demenz, 3. Museumspädagogik für Menschen mit und ohne Demenz sowie 4. Bedeutung und der Einsatz von Musikinstrumenten, musikalischem Material und Multisensorik in der Musiktherapie für Menschen mit Demenz. Teilnehmer waren v.a. Studierende der Musiktherapie und der Sozialen Arbeit aus Würzburg und ganz Deutschland sowie künstlerische Therapeuten, Fachstellenleiter für pflegende Angehörige und Altenpflegeschüler aus Unterfranken.

Weitere Informationen u.a. unter Musiktherapie Programm_Juli_2019, Halma, FHWS Homeside und Alzheimer Gesellschaft