Zwei Studierende im Gespräch

Visite guidée: Masterstudierende boten eine Stadtführung in französischer Sprache an

21.12.2017 | Pressemeldung, FANG
Die Studierenden präsentierten Bau- und Kunstwerke, Persönlichkeiten sowie die Geschichte der Stadt Würzburg

Dreizehn Studierende des Masterstudiengangs „Fach- und Medienübersetzen“ an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt führten auf Französisch durch das vorweihnachtliche Würzburg. Frankenapostel, Fürstbischöfe, Bürger im Mittelalter, Tilman Riemenschneider und Balthasar Neumann wurden lebendig, als die Studierenden, so die betreuende Professorin Dr. Maike Hansen, eloquent und fachlich sattelfest die Bau- und Kunstwerke der Stadt sowie die Geschichte Würzburgs präsentierten.

Sie hatten sich im Rahmen ihres Seminars „Freie fachsprachliche Sprachproduktion“ in die Thematik eingearbeitet. Hierbei wurden sie von ihrer Dozentin unterstützt, die selbst frankophone Gästegruppen in Würzburg führt. Die Studierenden hatten Beiträge vorbereitet, die sie anschließend vor Ort in fließendem Französisch präsentierten. Die Jahrtausende umspannende Geschichte Würzburgs hatten zwei Studentinnen in Kapitel gegliedert und erzählten sie zunächst auf der Alten Mainbrücke und vorm Grafeneckart und später in der Marienkapelle. Das Thema „Leben und Werk Tilman Riemenschneiders“ wurde an zwei Standorten vermittelt: im Dom und an der Marienkapelle.

Die Studierenden, so die Dozentin weiter, hätten ein sicheres Gespür für den richtigen Standort: So setzte beispielsweise eine Studentin die barocke Westfassade des Neumünsters in Szene, indem sie die Gruppe bewusst so lenkte, dass die geschwungene Fassade besonders wirkungsvoll erschien. Eine andere Studentin ließ ihre Kommilitonen unter der Linde im Lusamgärtchen Aufstellung nehmen, so dass sie eine gute Sicht auf den frühromanischen Kreuzgang hatten. Dort ging es auch um den „troubadour“ Walter von der Vogelweide, der seinen Lebensabend am Neumünster verbrachte. Die „Neu-Würzburger“ unter den Masterstudierenden erfuhren viele Details über ihre Studienstadt und erwarben neues kunstgeschichtliches Wissen – buchstäblich „en passant“.