„Vom Molekularbiologen zum Gründer“: Sechs Referenten gaben Einblicke, Tipps und viele Infos

13.11.2017 | Pressemeldung, FIW
Gründerwoche: Die Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik an der FHWS lud ein zum „gründen.digital@fiw“

Die Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik lud im Rahmen der bundesweiten Gründerwoche sechs Referenten ein, die persönliche Einblicke gaben in ihre erfolgreichen Unternehmensgründungen, ihre privaten, nicht immer linearen Lebensläufe und Werdegänge und standen für Gespräche zur Verfügung. Professor Dr. Michael Müßig, Organisator der Veranstaltung, moderierte und erreichte rund 150 Interessierte, Studierende und Gründungswillige.

Daniel Garnitz, Student des Studiengangs E-Commerce an der FHWS, der sich selbst als News Junkie sieht, hat “ShareRace” (ShareRace) gegründet, eine News Ranking Maschine. Start-Ups, so der junge Gründer, hätten ihn immer fasziniert, er habe sich kaum sattlesen können und sich dabei gewünscht, die unzähligen Nachrichten gerankt zu erhalten. Allen, die ebenfalls eine Idee verwirklichen wollten, riet er, Durchhaltevermögen mitzubringen und dies nicht allein zu realisieren. Ein Start-Up sei mit Ups and Downs verbunden, man müsse schon von der eigenen Idee wirklich vollkommen überzeugt sein, um den Durchbruch zu schaffen.

Die Referenten, fast alle Studierende oder Alumni der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, stellten in ihren Vorträgen unterschiedliche Neuunternehmen vor: Der Referent und Absolvent Marcel Hollerbach stellte zwei Gründungen vor: Während er mit „Cavalry Ventures“ (Cavalry) ein Frühphasen-Venture-Fonds für Gründer präsentierte, stellt „Products Up (Products Up) ein Produktdaten-Management dar. Zuvor hatte er schon als Student seinen ersten erfolgreichen Exit und war seit dieser Zeit an einer Reihe von Gründungen beteiligt. Der Hochschulabsolvent René Ott bietet über „Ososoft“ (Ososoft) SAP Beratungen sowie Lösungen an. Die Studentin Michelle Skodowski hat gemeinsam mit weiteren Kommilitonen „Botfriends“ (Botfriends) gegründet, um im gerade entstehenden Markt der Chatbot-Applikationen mitmischen zu können. Kunden wie Porsche und andere zeigen den Erfolg des bisherigen Wegs. Der Absolvent Tim Tabellion hat mit „ChinaHandys.net“ (ChinaHandys) einen Ratgeber für den chinesischen Handy- und Elektronikmarkt entwickelt.

Toni Wagner möchte mit seiner Gründung „vAudience“ (vAudience) für mehr Spaß zuhause bei sportlichen Events sorgen. Er zeigte auf, wie er mit einem schlechten Abi und einem Biostudium sowie als Gruppenleiter in der Stammzellforschung, seinem deutlich älteren Bruder und dessen Einfluss auf das Programmieren und einem Urlaub mit Freundin auf einer Insel statt im Stadion Ideen entwickelte zu zahlreichen Gründungen wie u.a. myLinkCloud, bobmob.gg, Viserion oder meinUnterricht.de. Mittlerweile leitet er ein kleines Unternehmen mit 13 Mitarbeitern.

Zum Hintergrund:

Das Event ist eine Kooperation der Fakultät zusammen mit dem „Zentrum für digitale Innovation Mainfranken“ und dem Arbeitskreis gründen@wuerzburg sowie der hochschulinternen BEST-FIT-Aktivität „PIONIER“ (Praxis – InnovatiON – Inkubator – EntrepreneuR).

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bieten während der bundesweiten Aktionswoche Partner der Gründerwoche über 1.000 Workshops, Seminare, Planspiele, Wettbewerbe und viele weitere Veranstaltungen rund um das Thema berufliche Selbständigkeit an. Gemeinsam mit dem Bundesministerium setzen sie Anreize für eine Gründungskultur und ein freundliches Gründungsklima. Die meisten Gründer (46 Prozent) machen sich selbständig, weil sie eine Geschäftsidee realisieren möchten. Im Jahr 2016 gab es laut des Institutes für Mittelstandsforschung Bonn rund 282.000 gewerbliche Gründungen, wobei diesen erfolgten Gründungen 311.000 Liquidationen gegenüberstehen – einem negativen Gründungssaldo von 29.000.

Weitere Informationen unter gründen.digital@fiw

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