Studium mit vertiefter Praxis

Die Bayerischen Hochschulen haben in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Arbeitgeberverbände in Bayern das "Studium mit vertiefter Praxis" entwickelt. Das Studium mit vertiefter Praxis hat zum Ziel, das reguläre Bachelorstudium an der Hochschule mit intensiven Praxisphasen im Unternehmen zu kombinieren. Während der vorlesungsfreien Zeiten und im Praxissemester arbeiten die Studierenden gegen Entgelt in einem ausgewählten Praxisbetrieb. Abhängig vom Studiengang ist ein späterer Einstieg in das Studium mit vertiefter Praxis auch nach der Aufnahme eines regulären Studiums möglich.

Dauer des Studiums mit vertiefter Praxis

Die Studiendauer beläuft sich wie beim regulärem Studium auf 3,5 Jahre und wird um betriebliche Praxisphasen von bis zu 16 Monaten ergänzt.

Vorteile des Studiums mit vertiefter Praxis für den Studierenden

  • Sammeln von Betriebs- und Praxiserfahrung
  • Kenntnisse aus dem Studium können direkt in der Praxis umgesetzt werden
  • Hervorragende Job- und Karrierechancen nach dem Studium
  • Finanzielle Unterstützung während des Studiums

Vorteile des Studiums mit vertiefter Praxis für das Unternehmen

  • Frühzeitige Sicherung von hochqualifizierten Nachwuchskräften
  • Intensives Kennenlernen der Studierenden
  • Optimale Vorbereitung auf späteren Einsatz im Unternehmen
  • Keine Einarbeitungszeit nach dem Studium, da umfangreiche Praxiserfahrung

Studienplatzvergabe

Für die Vergabe eines Studienplatzes im Studium mit vertiefter Praxis gelten grundsätzlich die Voraussetzungen des jeweiligen Studiengangs (z. B. Hochschulzugangsberechtigung, ggf. Zulassungsbeschränkung, ggf. Vorpraktikum). Weitere Informationen zu den Voraussetzungen des jeweiligen Studienganges finden Sie auf den Seiten des Hochschulservice Studium.

Vertragliche Regelungen

Der Studierende schließt mit dem Unternehmen einen Vertrag über das Studium mit vertiefter Praxis ab, in dem Art und Umfang der Praxiseinsätze, Urlaubsanspruch und Vergütung sowie alle weiteren Rahmenbedingungen geregelt sind.

hochschule dual bietet auf ihren Webseiten einen Mustervertrag als Word-Document zum Download an.

Kooperationspartner werden

Es besteht auch die Möglichkeit, eine schriftliche Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule abzuschließen. Dort werden die Leistungen der Hochschule und des Partnerunternehmens, die Form der Zusammenarbeit sowie weitere Details zum Ablauf des dualen Studiums festgelegt.

Firma Ansprechpartner Branche Studiengang
AGCO GmbH Regina Hehl Agrarwirtschaft L
ANGERMEIER INGENIEURE GmbH Herr Dipl.-Ing. (FH) Amrhein Ingenieurbüro V
Bosch Rexroth AG Herr Fröhlich Kfz-Zulieferindustrie Ma, Me
EDAG AG Personalabteilung Kfz-Branche Ma, W
MEKRA Lang GmbH & Co. KG Manuela Reuther Industrie E, W
Deutsche Rentenversicherung Bund Werner Meckelein Öffentlicher Dienst I
Dr. Schneider Kunststoffwerke GmbH Detlind Breuer


Industrie

K
Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG Herr Geisel Industrie MA
Fränkische Rohrwerke Frau Bauer Industrie B, E, I, K, Ma, W
Frankonia Handels GmbH & Co. KG Frau Angelika Dros Jagd, Schießsport, Mode EC
GTI-control mbH Frau Schreck Informationstechnologie I, Elektro- und Informationstechnik (M.Eng.)
Ing.-Büro Bopp GmbH Petra Bopp Ingeneurbüro für Elektrotechnik E
Helfrich Ingenieure Projektierungsgesellschaft mbH Alina Mann Gebäudetechnische Planung E
Hey&Heimüller Jochen Hey Wirtschaftsprüfer Steuerberater B
Innoventis GmbH Herr Baunach Industrie E, Me
Landratsamt Hohenlohekreis, Vermessungsamt Vermessungsdirektor Gerald Bär Öffentliche Verwaltung V
Petri AG Herr Wengerter Metall B
Plissee-Experte.de Dagmar Pohland E-Commerce B
RENÉ LEZARD Mode GmbH Alexander Amend Mode B
SALT Solutions AG Ines Janiak Beratung B, I, L, W
Schäflein AG Melanie Reh Logistik L
Waldaschaff Automotive GmbH


Franziska Kress
Leichtbau

M
WAREMA Renkhoff SE


Tobias Harth, Carola Müller
Industrie

E, I, K, Ma, W
Weiss Spindeltechnologie GmbH Herr Weingold

Industrie

Ma
WIKA GmbH & Co. Herr Ballweg Industrie B
Wirtschaftsverband der Kautschukindustrie Herr Gebhardt

Wirtschaftsverband

K
ZF Friedrichshafen AG Frau Kerstin Krampert

Industrie

E, I, K, Ma, Me, W

B = BWL
E = Elektro- und Informationstechnik
EC = E-Commerce
I = Informatik
K = Kunststoff- und Elastomertechnik
L = Logistik
Ma = Maschinenbau
Me = Mechatronik
V = Vermessung und Geoinformatik
W = Wirtschaftsingenieurwesen

Kontakt

Studium mit vertiefter Praxis Abteilung Würzburg
Prof. Dr. Rudolf Fiedler
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Münzstraße 12
97070 Würzburg
E-Mail rudolf.fiedler[at]fhws.de

Studium mit vertiefter Praxis Abteilung Schweinfurt
Prof. Dr. Ralf Christel
Fakultät Maschinenbau
Ignaz-Schön-Str. 11
97421 Schweinfurt
Telefon +49 9721 940-8626
E-Mail ralf.christel[at]fhws.de

Zentrale Studienberatung
Elmar Kemmer
Raum M.0.02
Münzstraße 12
97070 Würzburg
Telefon +49 931-3511-8168 oder -8169
E-Mail studienberatung[at]fhws.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Studium mit vertiefter Praxis sind im Faltblatt zum Studium mit vertiefter Praxis (PDF) oder auf den Webseiten von hochschule dual nachzulesen.

Nein, der Studierende ist regulärer Studierender.

Im Normalfall der Studierende selbst. Natürlich können auch andere Unternehmen angesprochen werden. Wir haben eine Liste mit Unternehmen zusammengestellt, die Studierende im Rahmen des Studiums mit vertiefter Praxis beschäftigt haben.

Das ist in Absprache mit dem jeweiligen Unternehmen festzulegen.
Grundsätzlich ist ein Auslandssemester immer anzuraten, vielleicht kann das Unternehmen dabei auch behilflich sein.

Im Modell angedacht ist, dass der Studierende ab dem 3. Semester durchgehend (auch während der Theorie-Semester) bezahlt wird. Allerdings sind auch Sonderregelungen/-absprachen möglich.

In der Regel sehen die Verträge einen Urlaubsanspruch von zehn Tagen während der Praxisblöcke vor.

Grundsätzlich gilt: Je eher, desto besser!
Spätestens mit Ende des 1. Semesters sollte damit angefangen werden. Die benötigte Vorlaufzeit beim Unternehmen (zur Entscheidungsfindung) sollte nicht unterschätzt werden.

Im Normalfall verlängert sich das Studium nicht, denn die zusätzliche Praktikumszeit liegt während der ohnehin vorlesungs- und prüfungsfreien Semesterferien.

Im Idealfall erfolgt der Berufseinstieg direkt nach dem Abschluss des Studiums im jeweiligen Kooperations-Unternehmen.

Nach Absprache mit dem Unternehmen bietet es sich an, auch die Bachelorarbeit im Unternehmen zu schreiben.

Eine Auflösungsklausel besteht im Vertrag.

Motivation für die zusätzlichen Praktikumszeiten ist in jedem Fall erforderlich.
Ansonsten sollten Sie auch zum Unternehmen passen.